10 Grundregeln, die man für eine gute Linktauschanfrage beachten sollte

Wer im Netz von anderen verlinkt werden möchte, sollte nach dem Auffinden eines potentiellen Linktauschpartners die richtige Linktauschanfrage stellen. In diesem Mini-Tutorial möchte ich auf 10 Grundregeln des Linktauschs eingehen.

Um im Internet erfolgreich zu sein muss man Suchmaschinenoptimierung betreiben. Dazu zählen natürlich die Onpage-Optimierung mit den richtigen Inhalten, optimierten Artikeln, ideal gesetzten Überschriften und Formatierungen und und und. Die Onpage-Optimierung ist aber nur die eine Hälfte der Waagschale. Es gilt auch, die Seite Offpage zu optimieren. Und gerade bei der Offpage-Optimierung gilt es, möglichst viele Links von fremden Websites zu erhalten.

Das kann mit sehr guten Inhalten (Content/Artikeln) auch automatisch erfolgen, indem interessierte Nutzer einen Artikel oder die Website an sich freiwillig verlinken. Um den ganzen aber etwas mehr Schub zu verleihen setzen viele Webmaster auf das Linkbuilding, insbesondere dem Linktausch.

Was genau ist Linktausch?

Linktausch ist das Ergebnis einer Konversation (häufig nur per E-Mail), dass zwei Webmaster sich darauf geeinigt haben ihre Websites gegenseitig (reziprok) oder über weitere Websites der Partner zu verlinken. Wie ein guter Linktausch an sich aussieht erkläre ich noch in einem anderen Artikel.

Dazu sucht man sich zunächst passende Websites aus dem Netz raus. Im Falle eines Newsblogs bzw. Online Magazins sind das vor allem regionale Websites wie etwa Sportvereine, Firmen vor Ort oder einfach Organisationen, welche sich sehr stark mit dem Ort, der Stadt, dem Landkreis oder dem Land beschäftigen.

Warum sollte ich Linktausch betreiben und entsprechende Linktauschanfragen stellen?

Das Linkbuilding ist eines der wesentlichen SEO-Arbeiten schlechthin. Es fördert das Ranking zu bestimmten Suchbegriffen, als auch der allgemeinen Sichtbarkeit einer Website in Suchmaschinen. Um also mit den wichtigsten Suchbegriffen eines Newsblogs, wie etwa „Nachrichten Calw“ ranken zu können ist es meistens nicht annähernd ausreichend, alleine Onpage zu optimieren. Durch das Linkbuilding werden neue Links zur eigenen Website aufgebaut, welche das Ranking und die Sichtbarkeit erhöhen (können).

Links kann man – trotz aktivem Linkbuilding in jeder Branche – durchaus als wirkliche Empfehlung für Google, Bing, Yahoo und andere Suchmaschinen bewerten. Denn die Gewichtung von Links in Bezug auf Masse und Qualität der Links sind ein kräftiger Rankingfaktor. Je mehr und je qualitativ höherwertige Websites auf mein Online Magazin verlinken, umso relevanter werde ich bei Suchmaschinen zu bestimmten Begriffen, die ich (vor allem) Onpage optimiere – oder auch zu Artikeln, die ich täglich schreibe, ohne diese zu optimieren.

Hier möchte ich mich aber erst einmal darauf konzentrieren, wie man eine richtige Linktauschanfrage stellt. Und damit kommen wir schon dazu:

Wie man eine falsche Linktauschanfrage stellt

Linktauschanfrage falsch gestellt

Linktauschanfrage falsch gestellt. Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Die meisten Ablehnungen von Linktauschanfragen sind eben diese Anfragen welche unpersönlich sind, nach Massenmail aussehen, grammatikalische oder Rechtschreibfehler aufweisen, direkt nach Links fragen, bei der der Webmaster offensichtlich keine Geduld oder Lust hat, die langweilig wirken, sich nicht von anderen Anfragen deutlich *antigähn* absetzen oder solche, die mit „Möglichkeiten locken“, die durch diesen einen Tausch niemals eintreffen können.

Diese „Linktauschanfragen“ werden von vielen Webmastern einfach ignoriert, gelöscht oder einfach nicht weiter verfolgt, denn es zeugt von Unprofessionalität, die gleichermaßen auf die Website des Anfragenden übertragen wird.

Deshalb gilt es bei jeder Linktauschanfrage ein paar Grundregeln zu beachten, die wir jetzt einmal aufschreiben wollen.

Die 10 Grundregeln der richtigen Linktauschanfrage

Punkt 1: Sei immer du selbst

Egal an wen du eine Linktauschanfrage schickst, egal wen du du anschreibst, ob kleinen Blogger aus dem Nachbarort oder den Bürgermeister deiner Gemeinde: Bleib in jeder Anfrage immer du selbst.

Es reißt dir keiner den Kopf ab und es wird keiner etwas gegen dich und deine Einstellung bzw. die Einstellung deines Online Magazins haben. Von dem her: Schreib, wie es dir gefällt und schreib immer natürlich und in deinem Stil. Das kommt meilenweit besser an als automatisierte Massenmails mit Linktauschanfragen. 😉

Punkt 2: Du schreibst einem Menschen

Das wird bei den meisten Linktauschanfragen gerne vergessen. Am anderen Ende steht eben kein Robot, der mal kurz entscheidet ob eine Website ranken soll oder nicht. Am anderen Ende steht ein Mensch mit echten Gefühlen und Emotionen. Hier gilt es, menschlich zu sein und seine Linktauschanfrage entsprechend so zu gestalten, dass ein Mensch darauf eingeht, der im Idealfall sagt: „Das ist was für mich.“

Wirklich, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Es ist immer ein Mensch, der eure Linktauschanfrage beantwortet. Also schreibt auch an einen Menschen. Aber bleib du selbst.

Punkt 3: Informiere dich über den potentiellen Linktauschpartner

Nichts ist gravierender als eine Linktauschanfrage die ich bekomme, die nicht für mich gemacht ist. Gut, ich bin einer der wenigen, die sich die ein oder andere Anfrage trotzdem noch anschaut, aber damit bin ich wahrscheinlich auch eine Ausnahme.

Studiere die Seite, von der du einen Link haben willst. Wer ist das bzw. wer schreibt hier? Auf welche Themen geht er ein? Haben wir Gemeinsamkeiten? Oder würde ich dem/rjenigen sogar widersprechen? Ganz gleich was, aber beschäftige dich mit deinen potentiellen Linktausch-Partnern und sorge dafür, diese Punkte in deiner Anfrage auch anzusprechen.

Punkt 4: Verwende eine aussagekräftige und „lockende“ Überschrift

Nichts ist langweiler als eine E-Mail-Überschrift die da lautet „Linktausch“, „Artikeltausch“ oder „Anfrage“. Sowas haben wir als Webmaster praktisch jeden Tag.

Der Titel muss von Anfang an überzeugen. Auch wenn es „nur“ der Sportverein aus dem gleichen Ort ist. Denn dieser kann mit den Worten Linktausch, Artikeltausch oder die Anfrage, die sich auf Linktausch beschäftigt wenig damit mit anfangen.

Deswegen sehr viel bessere Vorgehensweise: Bei Linktauschanfragen individualisieren.

Im Falle eines Online Magazins ist die Linktauschanfrage sogar recht simpel, wenn man es mit dem Punkt 8 kombiniert, zu dem ich später noch kommen werde.

Aber allgemein gesehen, wie wäre es denn mit einer Überschrift die lautet „Hey, coole Website. Aber eine Frage zu deinem Artikel XY“ oder „Hey Pascal, eine Frage zu deinem Blog XY“.

Hier ist es auch sinnvoll eben nicht die URL der Website zu nennen, sondern den „realen Namen“ der Website. Ich freue mich beispielsweise über Anfragen, die direkt nBlogs, CalwBase oder Hotelszene nennen, aber weniger freue ich mich über jene Linktauschanfragen, die in der Überschrift mit www.nextlevelseo.de, www.calwbase.de oder www.hotelszene.eu beginnen.

Punkt 5: Lobe die Website des potentiellen Linktauschpartners

Nachdem du den Inhaber oder den Webmaster persönlich in deiner Linktauschanfrage angesprochen hast, lohnt es sich zumeinst ein paar Worte darüber zu schreiben, warum dir die Website so gefällt. Das gehört nicht nur zum guten Ton, sondern macht auch wirklich was punktemäßig auf der Linktausch-Anfrage-Skala aus.

Im Negativfall, bzw. wenn dir etwas nicht gefällt kann man alternativ oder als Zusatz erfragen, warum etwas auf der Website so ist, wie es aktuell ist. Wenn man neutral nachfrägt, ohne negativen Hintergrund oder einer „Anmache“ bzw. bei einem Lob schließt das nochmal darauf, dass man sich mit der Website des potentiellen Linktausch-Partners auseinandergesetzt hat, was wiederum zu einem dicken Plus für die Beantwortung der Frage führt.

Punkt 6: Schreibe niemals von Linktausch oder Artikeltausch

Es gibt diverse Worte, die man niemals in der ersten E-Mail – weder im Betreff, noch im Text oder in Anhängen – erwähnen sollte. Darunter fallen die Wörter

  • Link (allgemein, inklusive „verlinken“ oder „Verlinkung“)
  • Linktausch,
  • Linkbuilding,
  • Artikeltausch,
  • SEO (inklusive Suchmaschinenoptimierung und allem, was mit dran hängt)

Sinnvoller ist es und wenn es nicht anders im Erstkontakt geht, es mit alternativen Begriffen zu versuchen, die weniger „Ablehnung“ erregen. Noch möglich wären „würdest du meine Seite erwähnen“ oder „kann ich folgende Seite vorschlagen“.

Nur in absoluten Ausnahmefällen, in denen man weiß dass man einem SEOler gegenüber sitzt kann man Floskeln wie SEO oder Linktausch benutzen. Aber das ist im Falle eines Online Magazins seltenst (nach dem ersten Mailkontakt) der Fall. Benutzt solche Wörter bei eurer ersten Linktauschanfrage gegenüber einer anderen Person einfach nicht.

Punkt 7: Übertreibe nicht in Bezug auf deine Seite

Oh ja, wie häufig kommt das vor… Sehr häufig! Damit möchte ich niemanden angreifen sondern auf der Tutorial-Ebene bleiben. Aber sehr häufig erhalte ich Mailanfragen die aussagen, wie toll doch ihre Website sei und wie schlecht meine eigene Website ist.

Moment mal: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich den Spiegel selbst vorzuhalten.

Warum ist deine Seite besser? Was machst du richtig(er)? Wie sollte ich es auch machen?

Egal, was der andere besser machst: Argumentiere nicht damit, dass du es besser machst. Das kommt nicht gut rüber. Das zeugt von einer Art „Überheblichkeit“, die keiner will. Wenn es etwas gibt das du besser machst, argumentiere das bei einer Linktauschanfrage so, dass es nicht überheblich klingt. Verbesserungsvorschläge sind bei der Anfrage durchaus erlaubt, aber sie müssen sozusagen auf gleicher Ranghöhe erfolgen. Aber reflektiere das auch auf alles, was der potentielle Linktausch-Partner besser macht. Und ziehe daraus Rückschlüsse und mach es besser.

Punkt 8: Biete dem potentiellen Linktauschpartner bei deiner Anfrage eine geeignete Gegenleistung an

Hier können besonders Online-Magazine und Newsblogs punkten. Was kannst du für den Linktausch-Partner bieten? Na ganz klar, einen oder mehrere Artikelplätze.

So ist es eigentlich selbstverständlich für einen Newsblog, dass der Webmaster zunächst anfrägt, ob man für den Linktauschpartner einen Artikel veröffentlichen kann. Willigt dieser ein und schickt einen Pressebericht, so kann man im Anschluss daran fragen, ob der Linktausch-Partner diesen Artikel auch selbst von seiner Website aus verlinken könnte. Nach der kostenlosen Veröffentlichung ist nun dieser am Zug, etwas zu tun. 😉

Andere oder zusätzliche Leistungen können sein, die Erwähnung auf dem Facebook-/Twitter- und/oder Google+-Profil.

Punkt 9: Werde Fan des Partners – und erwähne es

Als Einstieg oder als Outtro einer E-Mail-Linktauschanfrage wäre noch interessant zu erwähnen, dass man selbst Fan dieser Seite ist oder geworden ist, aus bestimmten Gründen, die man selbst persönlich schreiben sollte.. Beispielsweise auf Facebook, Twitter oder Google+. Aber auch der Satz „Habe deinen XY-Blog gerade in meine Bookmarks/Lesezeichen aufgenommen“ oder „deinen RSS Feed abonniert“ macht eine Menge aus.

Wichtig dabei ist, es auch tatsächlich zu tun. Und im Falle von Facebook oder anderen Social Media Diensten, diese Seite mit seinen Posts auch regelmäßig mit seinen eigenen Fans und Followern zu teilen.

Punkt 10: Verwende einen individuellen Abschiedsgruß

„Mit freundlichen Grüßen“ ist sowas von ausgelutscht. In einer guten Linktauschanfrage von heute kommt so eine Wortkombination nicht mehr vor. Wie wäre es denn mit der Phrase „mit frühlinghaften Grüßen aus Gengenbach“ oder sogar „mit sonnigen Grüßen aus Offenburg“?

Da der letzte Grußabsatz einer Mail am wenigsten Worte verwendet, ist er einer der ersten, der ins Sichtfeld einer Mail-Anfrage springt. Von dem her ist eine individuell auf das Wetter oder der eigenen Emotion (wenn positiv) angepassten Grußfloskel durchaus ein Kriterium, wenn es um die Beantwortung einer Linktauschanfrage geht.

Von dem her darf man hier durchaus bei Linktauschanfragen auf „Variablen“ setzen, die mit der eigenen Gemütheit zu tun haben. ^^

Fazit: Linktauschanfrage dürfen nicht trocken sein bzw. müssen individuell sein

Die höchste Erfolgsquote mit Linktauschanfragen erhält man eindeutig mit individuell angepassten Mails an die jeweiligen Website-Betreiber. Und ich kann das behaupten, denn ich erreiche in der Hotel- und Reisebranche mit meinen Kollegen immerhin knapp 71% positive Resonsanz der Linktauschpartner, während die von Anfragen von „Standardleuten“ etwa weit unter 15 Prozent liegen dürfte, in dem hier hart umkämpften Bereich.

Von dem her kann ich davon ausgehen, dass ich nicht sehr falsch liegen kann 😉 . Zwar ist der Sektor Hotelerie als auch der des Newsbloggers unterschiedlich, aber in beiden habe ich sehr gute Erfahrungen, wie ihr wisst. 😉

Von dem her: Wenn ich Linktauschanfragen nur noch in der Form bekommen würde, wäre mir das ganz recht und zu meinem und eurem Guten. 😉

Punkt 11 (Bonus): Setze Smilies und Emoticons ein

Ein weiterer Punkt für die Linktauschanfrage (Bonusmaterial macht sich bei SEO immer gut😛 )

Wenn ihr Anfragen für Linktausch nach draußen schickt, so schreibt auch immer Smilies und anderweitige Emoticons in eure Mails mit rein. Sie zeugen davon, dass eure Mail (im passenden Kontext) auch von einer echten Person stammen und signalisieren gleichzeitig, dass ihr nicht so hochgestochen seid. Wirklich, das macht sich richtig gut. Wie halt in einem Blogtext. 😉


Weiter und ähnliche Infos kriegt ihr hier:

2 Comments

  1. Pingback: 4 Möglichkeiten, Backlinkquellen ohne SEO-Tools zu finden : : media-affin.de

  2. Hi,

    ich Stimme dir in fast allen punkten zu. aber ich bin der Meinung das wenn man eine Anfrage für einen linktausch schreibt, sollte man diesen Fakt auch beim Namen nennen. nicht in der betreffzeile aber der anderen sollte wissen warum man ihn eine Nachricht schreibt. Zu Punkt 11 muss ich sagen damit sollte man es auch nicht über treiben 🙂

    Gruß

    matthias

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