SEO: 5 Tipps, wie man wirklich gute Backlinks bekommt

In diesem Artikel wollen wir 5 Möglichkeiten aufzeigen, wie man an gute Backlinks mit hoher Qualität kommt, ohne großartigen Mehraufwand.

SEO-Tutorial. Im Augenblick scheint die SEO-Szene aufgeschreckt zu sein. Gastartikel minderer Qualität werden zum Blackhat erklärt, Linkkauf ist äußerst riskant und Links von Webkatalogen und Artikelverzeichnissen haben längst ihren Wert verloren. Viele SEOs und Hobbywebmaster stellen sich jetzt die Frage, wie man noch an gute Backlinks kommt, die sowohl ungefährlich und gleichzeitig zukunftssicher sind als auch wirklich etwas bringen.

Genau hier soll dieser Artikel ansetzen, mit 5 Tipps, um an gute Backlinks mit hoher Qualität zu kommen – und das in vielen Fällen ohne großen Aufwand.

Tipp 1: Verlinke aus deinem Blog selbst heraus

Linkbuilding mit eigenem Blog.

Linkbuilding mit eigenem Blog. Foto: Rosaura Ochoa / Flickr (CC-BY 2.0)

Ein integrierter Blog auf der eigenen Website kann Wunder bewirken. Denn hier kannst du nicht nur neue Inhalte schreiben, die das Potential haben, bei Google und anderen Suchmaschinen zu ranken. Nein, du kannst mit einem Blog auch wunderbar Backlinks zu deiner Seite zaubern.

Dazu musst du natürlich regelmäßig neuen Content schaffen. Ideen dafür gibt es genug. Hier drei Beispiele:

Top 10 Listen in deinem Blog – und die Top 10 verlinken zurück

Top 10

Top 10 Artikel. Bild: iabusa / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Je nach Branche kannst du Top 10 Artikel schreiben, in denen beispielsweise die Top 10 der besten Hersteller eines Produktes/Produkttyps genannt werden. Oder die 10 besten der umliegenden Firmen, welche du zu einem bestimmten Thema benennst.

Ein kleines Beispiel: Ist deine Seite sehr regional gefasst, kannst du die 10 besten Gaststätten deiner Umgebung in einem Artikel zusammenfassen und diese verlinken. Anschließend kurz 10 E-Mails geschrieben, wie etwa

Hey, in meinen Top 10 zu X habe ich dich erwähnt, weil du so cool bist. Wär natürlich auch cool von dir, wenn du auf deiner Seite auf meine Top 10 verweist.

Die Hemmschwelle, deine Seite zu verlinken, ist damit stark gesunken. Und du erhältst sehr leicht Backlinks von den verlinkten Seiten.

Der (Verkaufs-)Artikel des Monats

Weinkeller

Aus so einer Fülle an Weinen ist es einfach, einen Artikel zum Wein des Monats zu schreiben. Foto: Rexness / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Arbeitest du viel mit anderen Firmen zusammen, kannst du in deinem Blog regelmäßig einen Beitrag verfassen, der den (Kauf-)Artikel des Monats benennt. Gehe hier auf den Artikel selbst ein und verlinke den potentiellen Tauschpartner. Er wird es zu schätzen wissen.

Beispiel für einen Weinshop: Der Wein des Monats. Stelle hier den Wein vor, benenne seine Herkunft (mit Link zum Weingut) und beschreibe den Wein. In Kombination kannst du ja auch auf deinen Shop verweisen, auf dem du das Produkt verkaufst.

Wenn man selbst in einem solchen Artikel mit absoluten Mehrwert jemanden verlinkt, fällt es diesem Webmaster nicht schwer, als Dankeschön auch einen guten Link zu deiner Seite einzubauen. Wenn dich auch nur eine Person zurückverlinkt, ist dieser Link mehr wert, als jeder Gastartikel minderer Qualität. Und mal nebenbei hast du gleich neuen Content für deine Seite geschaffen.

So gute Artikel, dass sie von alleine verlinkt werden

Natürlich kannst du in deinem Blog auch Artikel schreiben, die vom Inhalt her einen solchen Mehrwert liefern, dass diese von ganz alleine verlinkt, geteilt und geliked werden. Lass dir ein paar gute Themen einfallen und schreibe diese deutlich aus, dann wird man deine Arbeit auch mit dem ein oder anderen freiwilligen Link wert schätzen.

Tipp 2: Interessante Presseartikel für die richtige Presse schreiben

Zeitungen

Links aus der wirklichen Presse sind Gold wert. Foto: NS Newsflash / Flickr (CC-BY 2.0)

Mit interessante Presseartikel ist auch der Ursprung der Wortkombination gemeint. Und keine Gastartikel auf fremden Artikelverzeichnissen und Blogs.

Schreibe regelmäßig gute Presseberichte zu aktuellen Themen rund um deine Website oder deiner Produkte und Dienstleistungen. Sende diese anschließend den großen Tageszeitungen deiner Region oder Fachmagazinen im Internet zu. Durchaus auch mit Bildern deiner Firma oder einer entsprechenden Aktion, das mag die Presse besonders gerne.

Um bei der richtigen Presse an einen Backlink zu kommen reicht es häufig aus, den Presseartikel nicht ganz fertig zu schreiben. In die Richtung:

Überschrift: Firma XY veranstaltet einen Kurs/eine Ausstellung/einen Tag der offenen Tür zum Thema AB
<Artikelinhalt>
Weitere Informationen und Anmeldung zum Kurs findet man auf <URL>

Die lokale Presse wird auch die URL auf der Website verlinken, da du den fehlenden Mehrwert auf deiner verlinkten Website erwähnst (wie etwa eine Anmeldemöglichkeit). Und dann hast du gewonnen.

Tipp 3: Eigene Inhalte und Bilder lizenzfrei anbieten

Creative Commons

Creative Commons

Wenn du viele Bilder oder andere mediale Inhalte zu deinen eigenen Produkten oder Dienstleistungen hast oder Bilder, welche für dieses Produkt oder die Dienstleistung indirekt interessant sind, kannst du diese auf deiner eigenen Seite veröffentlichen. Beispielsweise mit einer der Creative Common-Lizenzen. So finden dich viele Webmaster, welche möglicherweise genau dein Bild gebrauchen können.

Biete ihnen die Verwendung der Bilder kostenfrei an. In vielen Fällen wirst du dann nicht nur nach der Lizenz mit Name erwähnt, sondern auch freiwillig verlinkt. Bei Verwendung des Bildes oder in anderen Artikeln, welche die besten und kostenlosen Bilder zu deinem Thema benennen.

Tipp 4: Mit anderen Firmen der Region kooperieren

Offpage Optimierung für Nachrichtenseiten und Newsblogger

Wer mit anderen Firmen kooperiert, gewinnt gute Backlinks und gute Webpartner. Symbolfoto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Auch wenn man sich im Real Life regional häufig als Konkurrenz sieht, im Internet ist diese Regel anders. Wer im Internet bereit ist, auch seine Konkurrenz zu empfehlen, wird hier auf positive Gegenreaktionen – in Form von Linkkooperationen – stoßen.

Aber auch Firmen, mit denen du zusammen arbeitest, sind als Quelle guter Backlinks interessant. Erwähne sie selbst in deinen Referenzen – und sie werden das gleiche tun.

Bei einer Gaststätte können das beispielsweise der Metzger sein, der Lieferant von Frischware, der Ausstatter. Sogar der Vermieter und Hotels im eigenen Ort sind für Gaststätten interessante Linktauschpartner. Ebenso Ausflugsziele und Vereine im eigenen Einzugsgebiet können wunderbare und gute Backlinks für deine Seite kreieren.

Tipp 5: Schreibe Gastartikel auf wirklich guten Seiten

SEO: Inhalte und Content vor Linkbuilding!

SEO: Inhalte und Content vor Linkbuilding! Dann sind Backlinks auch wirklich gute Backlinks.

Gastartikel sind nicht per se Blackhat SEO. Du kannst auf fremden Websites – insbesondere auf Fachmagazinen und sehr themennahen Fachblogs – durchaus Gastartikel publizieren. Diese müssen dann eben von einer so guten Qualität sein, dass der Webmaster freiwillig bereit ist, den Artikel zu publizieren. Tipps hierzu:

  • Gehe tief in das Thema ein und benenne es nicht nur an der Oberfläche.
  • Gib Hintergrundwissen preis und auch weitere Materialien, wie etwa Bilder und Statistiken.
  • Schreibe so, dass der Backlink irrelevant ist und erwähne nur zum Schluss, dass auf deiner Seite mehr zum Thema zu finden ist.
  • Schreibe so, als würdest du diesen Artikel auf deinem Blog selbst veröffentlichen wollen.
  • Schreibe so, dass auch deine engsten Freunde bereit wären, diesen Artikel zu liken, zu teilen oder zu tweeten. Schreibe ihn so, dass du vor deinen Freunden nicht als Vollpfosten da stehst.

Fazit: An gute Backlinks zu kommen ist nicht schwer…

Mit diesen 5 Tipps kommt man vielleicht nicht so schnell, aber durchaus an gute Backlinks mit hoher Qualität, ohne selbst viel machen zu müssen. Man muss nur den Gedanken der Konkurrenz ablegen und SEO als das verstehen, was es ist: Inhalte und die Empfehlung von Inhalten.

Wenn man über seinen eigenen Schatten springt und auch andere freiwillig verlinkt, so werden andere es auch tun. Dann fällt es leicht, auch von starken Websites und Konkurrenten vor Ort gute Backlinks zu bekommen.

Hast du weitere Tipps um an wirklich gute Backlinks zu kommen? Schreib sie uns in die Kommentare. Wir nehmen sie gerne mit auf, auch mit Backlink, falls gewünscht. 😉

Passend dazu:

10 Comments

  1. Hi,
    ich habe schon einige Artikel über „Wie kommt man einfach an Backlinks“ gelesen, aber bei diesem war tatsächlich etwas dabei, was ich noch nie bedachte: Der Tipp mit den Lizenz freien Bildern ist top. Diesen behalte ich (als Amateurphotograph) im Gedächtnis.
    Danke und Gruß,
    Mori

  2. Tipp 3 Eigene Inhalte und Bilder lizenzfrei anbieten, ist wirklich sehr empfehlenswert funktioniert sehr gut.

  3. Guter Tipp mit den lizenzfreien Bildern. Gerade für Fotografen im Kampf um die besten Plätze in der SERP interessant.

  4. Ja, das mit den Lizenzfreien Bildern hab ich auch schon länger vor und werde mich jetzt mal an die Arbeit machen…;-)
    Die restliche Tipps sind ja bekannt, aber immer wieder gut daran zu denken…

  5. Danke für die Tipps, allerdings frage ich mich (Tipp1 Bsp. Weingut) ob google solche Links, die im Ergebnis reziprok sind, positiv wertet. Vorteil ist natürlich, dass man auf diesem Weg qualitativ hochwertige Besucher erhält.

  6. Hallo, wollt mal fragen wegen dem Thema „integrierter Blog“. Was ist denn dafür als domain besser geeignet?

    blog.meinedomain.de oder meinedomain.de/blog

    oder ist das unwichtig?

    danke im vorraus

    1. Hallo Alexander,

      generell (Ausnahmen bestätigen die Regel) wird empfohlen, einen Blog in die Website direkt zu integrieren als auf einer andere Subdomain oder Domain zu legen. Ein interner Blog hat den Vorteil, dass in ihm die Linkpower besser weitergegeben werden kann – sowohl vom Blog auf die Website selbst als auch von der Website zum Blog.

      Die zweite Variante meinedomain.de/blog ist also mehr zu empfehlen.

      Schöne Grüße

      Pascal

  7. Sehr gute Tipps! Im Prinzip einfach, man muss nur drauf kommen. Die Tipps „Artikel des Monats“ und „Top 10 Listen“ finde ich für uns als Onlineshop besonders gut. Auch ein interner Blog oder eine eigene Wiki kann hier gute Ergebnisse bringen. @Alexander: „Verzeichnisse oder Subdomains“? Diese Frage habe ich mir auch oft gestellt. Ich denke es wäre besser Unterverzeichnisse zu verwenden weil die Ranking Faktoren auf den Hostnamen wirken könnten. Hättest du mehrere verschiedene Subdomains, so könnten diese getrennte Ranking Faktoren besitzen anstelle auf eine einzelne Zielseite gebündelt zu werden. Es kann auch natürlich sein dass die Ranking Faktoren nur auf die Domain angewendet werden, aber solange ich keine nachweisbare Erkenntnis gefunden habe, verwende ich lieber den sicheren Weg mit Unterverzeichnissen.

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