SEO: Interne Verlinkung » Grundlagen, 5 Fakten und 5 Mythen

In dieser Woche wollen wir uns SEO-technisch mal ein paar Grundlagen sowie fünf Fakten und Mythen zur Internen Verlinkung anschauen.

In dieser Woche wollen wir uns SEO-technisch mal ein paar Grundlagen sowie fünf Fakten und Mythen aus dem Bereich der Internen Verlinkung anschauen.

SEO Mini-Tutorial. Die interne Verlinkung findet in der alltäglichen SEO-Praxis nicht immer seinen Stellenwert, den das Thema eigentlich haben sollte. Es wird teilweise schwerwiegend vernachlässigt. Dabei liegt in der internen HTML-Verlinkung ein enormes Potential, um seine Website dauerhaft auf Top Positionen zu bringen.

Schauen wir uns dazu erst einmal an:

Die Grundlagen einer guten internen Verlinkungsstruktur

Eine Website besteht in der Regel aus der Startseite (Level 0) und weiteren Unterseiten (Level 1), die wiederum Unterseiten haben (Level 2, Level 3, und so weiter). Diese werden in den meisten Fällen hierarchisch per Hauptmenüstruktur gut verlinkt. Visuell entspricht das in etwa dieser Grafik:

SEO und die interne Linkstruktur

SEO und die interne Linkstruktur. Bild: Pascal Horn / nextlevelSEO.de

Dennoch ist diese hierarchische Gliederung nicht wirklich perfekt. Warum? Dazu müssen wir kurz den Begriff Linkjuice erklären.

Was ist der Linkjuice?

Den Linkjuice können wir ins deutsche sehr leicht übersetzen: Linksaft oder anders, die Linkpower ist hier gemeint. Also: Wieviel Power bringt ein Link einer anderen Unterseite?

Das ist natürlich nur ein fiktiver Wert, der sich schlecht errechnen lässt. Denn er ist abhängig davon, welche Seiten und Artikel bereits verlinkt wurden und dann, wie häufig und von welcher Qualität ein solcher Link ist. Aber imaginär kann man sich den Linkjuice recht einfach vorstellen. Verlinken viele und gute Links von außen auf eine Seite, erhält die Seite eine Menge Linkjuice (von außen). Verlinke ich eine Seite intern von vielen Stellen aus und befinden diese sich auf einer Ebene, auf der sie selbst viel Linkjuice erhalten, hat ein solcher Link umso mehr Power.

Themenrelevanz bei der internen HTML-Verlinkung wichtig

Jedoch muss man diese These schnell wieder relativieren. Es kommt nicht nur auf die durchfließende Power an, sondern auch, in welchem Kontext die Linkpower steht. Also von welcher Seite mit welchem Thema ich auf eine andere Seite verlinke. Es nützt relativ wenig wenn ich eine Unterseite zum Thema Angeln am Bodensee habe, wenn ich damit – ohne weiteren Hintergrund – auf eine Seite verlinken will, die sich mit dem Thema KFZ auseinandersetzt.

Die Sinnhaftigkeit von Links ist entscheidend

Generell ist bei Links – nach außen wie nach innen, egal ob von außen oder innen kommend – immer wichtig zu fragen, ob ein Link an dieser Stelle und in dem Kontext Sinn macht. Wenn sich die Leser an jener Stelle fragen wie es jetzt weiter gehen soll und wohin man jetzt klicken muss, dann sollte ein Link zu themenrelevanten (eigenen) Seiten eingebaut werden. Wenn ein Link das nicht tut… dann lasst es lieber.

Erweiterte interne Verlinkung – die gegenseitige Verlinkung einzelner Level

Es wird auch häufig (aber nicht immer) empfohlen, auf den einzelnen Ebenen separat die anderen Ebenen zu verlinken. Sprich: Die Hauptmenüpunkte verlinken sich (präsent im Content oder per sekundärem Menü) gegenseitig. Aber auch jeder Untermenüpunkt einer Hauptebene (Level 2) sollte ebenfalls auf die anderen Seiten auf Level 2 verlinken, wenn sie dem gleichen Menüpunkt untergeordnet sind. So kann der Linkjuice ideal auf weitere relevante Unterseiten ungestört fließen.

Natürlich sollte auch jede Seite auf seine darüber gestellte Level-Seite (von Level 2 auf Level 1) und auf alle darunter gestellten Seiten (von Level 2 auf Level 3) verlinken.

Die Ausnahmen

Es gibt aber auch Ausnahmen, weil wir manchmal nicht drum herum kommen. Nehmen wir einen Blogbereich einer Website oder ein Forum, welche einen Hauptmenüpunkt in Anspruch nehmen. Hier kann man natürlich nicht in jedem Artikel alle anderen Artikel verlinken. Wie gesagt, nur wenn ein Link Sinn macht, ist er gut und förderlich für unsere HTML-Verlinkungsstruktur.

Weitere Seiten, die immens viel Linkjuice erhalten, sind beispielsweise Seiten wie das Impressum oder Datenschutzerklärungen. Denn jede Unterseite verlinkt irgendwie auf solche Seiten. Aber ausschließen sollten wir sie trotzdem nicht. Warum?

Mit dem Nofollow-Attribut den Linkjuice lenken – (k)eine gute Idee?(!)

Suchmaschinenoptimierung nofollow sinnvoll

Ist ein Nofollow-Link heute noch sinnvoll? Fotomontage: Pascal Horn / nextlevelSEO.de

Das Nofollow-Attribut kann bei Links eingesetzt werden, um Suchmaschinen mitzuteilen, dass der verlinkten Seite kein Linkjuice übermittelt werden soll. Interessant ist das Nofollow-Attribut also bei allen Links, auf die wir nicht direkte Kontrolle ausüben können, wie zum Beispiel in Blogkommentaren oder Links in unserem eigenen Forum.

Die Verwendung von Nofollow-Links auf eigenen Seiten ist jedoch keine wirklich gute Methode, um den Linkjuice lenken zu können.

Nehmen wir an einem ganz einfachen Beispiel mal an, wir haben eine Unterseite, auf der sich (mit Header, Content, Menü, Sidebar und Footer) 100 Links befinden. Jeder dieser Links erhält nun 1/100 der Linkpower von dieser Unterseite weitervererbt (jaja, das entspricht nicht der Realität, aber ich vereinfache es hier sehr stark).

Nehmen wir nun an, wir würden 10 Links auf Nofollow setzen, weil wir zum Beispiel keinen Linkjuice für das Impressum und anderen eher unwichtigen Seiten weitergeben wollen. Der gewünschte Effekt wäre, dass die übrigen 90 Links sich die 100% Linkpower aufteilen und jeder Link so 1/90 (statt 1/100) erhalten. Richtig?

Falsch! Die übrigen 90 Links teilen sich ebenfalls nur 90% der Linkpower auf. Die restlichen 10% (die Linkpower der verbleibenden 10 Nofollow-Links) wird einfach vernichtet. Gestrichen. Ist weg.

Wollen wir das? Nein, nicht wirklich. Also gilt (in fast allen Fällen): Interne Links immer auf Follow lassen.

Falls du mehr zum Thema Nofollow-Links wissen willst:

Fazit: Interne Verlinkung ist äußerst effektiv

Trotz der Mythen und Fiktionen ist die interne Verlinkung ein extrem wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Und wer sie intelligent einsetzt, kann damit seine SEO-Performance enorm steigern. Allerdings sollten die Links immer für den User sinnvoll gestaltet sein, sodass auch sie einen Mehrwert bieten. Dann kann man nichts falsch machen. 😉

You disagree? Dann schreib mir warum. Freue mich auf konstruktive Kommentare. 🙂

5 Fakten, um die interne HTML-Verlinkung zu stärken

Kommen wir nun zu den 5 Fakten, wie wir effektiv die interne HTML-Verlinkung nutzen können, um ein besseres Ranking damit zu erreichen.

1. Verlinkungs-Fakt: Eine sinnvolle interne Verlinkung steigert den Wert der verlinkten Seiten

Wenn eine Unterseite von vielen, themenrelevanten Unterseiten direkt verlinkt wird, sind das für Google und Co. positive Signale – das heißt, wir als Webmaster sagen Google, dass wir diese Seite zu den jeweiligen Themen (für den Leser und an dieser Stelle) als nützliche Weiterempfehlung an die Hand geben wollen. Und das bewerten die Suchmaschinen entsprechend.

2. Verlinkungs-Fakt: Anzahl der Links auf einer Unterseite ist egal, solange alle Links Sinn machen

Früher galt mal ein Tenor, dass man darauf achten sollte, dass sich nicht mehr als ca. 100 Links auf einer Unterseite befinden sollte. Es ist heute aber nicht wichtig zu zählen, wie viele Links eine Unterseite hat. Sondern, ob diese Links auch eine Relevanz haben. Wenn eine Unterseite im Content mehrere hundert Links aufweist zu Seiten, die in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollten, dann ist das grundsätzlich nichts schlechtes. Jedoch sollte man das sinnvoll machen, und nicht in jeden zweiten Satz einen Link einbauen, nur um Linkjuice weitervererben zu wollen. Eine gute Mischung machts, je nachdem, ob es für den User auch sinnvoll ist.

3. Verlinkungs-Fakt: Interne Links wirken stärker, wenn sie aus dem Contentbereich kommen

Diese Aussage kann man nicht pauschal auf alle Links setzen. Aber ganz grundsätzlich gilt, wenn eine Unterseite zu einer anderen Unterseite themenrelevant ist, dann wirkt der Link dort im Contentbereich stärker als beispielsweise in der Sidebar oder im Footer.

4. Verlinkungs-Fakt: Möglichst flache Hierarchie der internen Verlinkung ist wichtig

Je weniger Klicks ein Mensch von der Startseite braucht, um auf eine gewünschte Zielseite zu kommen, umso besser ist das Ergebnis für die interne Verlinkung. Auch Google und andere Suchmaschinen wissen das. Das ist vor allem wichtig bei Blogs (mit Kategorien und Schlagwörtern), aber auch ganz allgemein in der URL-Struktur einzelner Websites.

5. Verlinkungs-Fakt: Keyword im Anchortext ist besser als ohne Keyword

Ja, auch das stimmt noch. Wenn ein Keyword oder zumindest ein Synonym im HTML-Verlinkungstext mit eingebunden ist, wirkt der interne Link nochmal besser. Allerdings sollte man es (auf langfristige Sicht) schon gar nicht übertreiben, noch sinnfrei und dauerhaft Keywords nur um den Linkjuice Willen verlinken, wenn ein Link an einer Stelle eben keinen Sinn macht.

5 Mythen der internen Verlinkung

Es schwirren aber auch einige Mythen um die interne Verlinkung in der SEO-Welt, mit denen wir mal dringen aufräumen sollten.

1. Verlinkungs-Mythos: Seiten auf Noindex vererben keinen Linkjuice

Setzen, sechs. Ist der Meta Tag „Robots“ nur mit Noindex angegeben bedeutet das nicht, dass alle Links dieser Seite auf Nofollow geschaltet sind. Noindex bedeutet lediglich für die Crawler und Bots der Suchmaschinen, dass sie den Inhalt nicht in die Suchergebnisse aufnehmen sollen. Mehr macht der Meta Tag auch nicht. Man müsste dem Meta Tag neben Noindex auch ein Nofollow hinzufügen, erst dann vererbt diese Seite keinerlei Linkjuice. Was ausgesprochen schlecht ist.

Passend dazu auch die Aussage, dass Bots wie Googlebot einem Nofollow-Link nicht folgen würden. Auch diese Aussage ist nicht richtig. Googlebot und andere Crawler folgen dem Link sehr wohl, obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt. Nofollow bedeutet lediglich, dass durch diesen Link kein Linkjuice weitervererbt wird.

2. Verlinkungs-Mythos: Der Effekt einer neuen internen Verlinkung tritt sofort ein

Dazu lassen sich grundsätzlich zwei Dinge sagen. Erstens: Nein. Und zweitens: Nein.

Hier etwas konkreter. Erstens: Wenn man einen neuen Link hinzufügt, muss Google die verlinkende Seite erstmal selbst neu crawlen und ggf. auch neu bewerten. Zweitens kann ein interner Link auch erst Tage, Wochen oder Monate später seine volle Kraft entfalten. Das ist von vielen Faktoren abhängig. Aber grundsätzlich gesprochen: Je länger Google (oder ein Mensch) braucht (brauchen würde), um die Sinnhaftigkeit eines Links zu erkennen, umso länger wird der positive Effekt für die verlinkende Seite brauchen.

3. Verlinkungs-Mythos: Von der Startseite verlinken ist am besten

Wenn eine Seite nicht per Navigationsmenü oder anderweitig häufig verlinkt wird, ist die erste Wahl schnell die HTML-Verlinkung von der Startseite. Denn hier liegt der meiste Linkjuice, da alle Unterseiten auch auf die Startseite verlinken. Also ist ein Link von der Startseite dann die beste Alternative, richtig?

Das ist zwar – was Linkjuice selbst betrifft – richtig. Aber wenn die Startseite (und der Link) vom Thema her so schwerwiegend vom Thema der verlinkten Seite abweicht, dann habe ich in der Regel nicht so viel davon. Besser ist es dann, Unterseiten zu suchen, die auch passend zum Thema sind. Wenn diese dann auf die verlinkte Seite zeigen, habe ich teilweise bessere Ergebnisse. Ist eben die Frage, wann ein Link Sinn macht und wann nicht.

4. Verlinkungs-Mythos: Interne Links müssen immer mit dem richtigen Anchortext verlinkt sein

Der Anchortext ist nichts weiter als jener Text, den ich mit dem gewünschten Link ausstatte. Und nein, auch hier stimmt die Aussage nicht (und revidiere damit teilweise den Fakt #5 teilweise). Es geht nicht nur darum, wie verlinkt wird, sondern vor allem, im welchen Kontext sich der Link gerade befindet. Ist es ein Link aus dem direkten Contentbereich und mit welcher Themenrelevanz verlinke ich zu einer anderen Seite? Oder ist es ein Link im Menü, in der Sidebar oder im Footer, die nochmals anders gewertet werden? Zwar wird auch hier Linkjuice weiter vererbt, aber wo und wie das stattfindet, beeinflusst es einfach ganz unterschiedlich die Entwicklung der Rankings einer Zielseite.

5. Verlinkungs-Mythos: Verlinkte Grafiken geben keinen Linkjuice weiter

Wenn man mit Grafiken eine andere Unterseite verlinkt, wird dabei auch Linkjuice vererbt UND es kann direkte Auswirkungen auf das Ranking dort haben. Allerdings sollte die Grafik mindestens ein alt-Attribut mit sinnvollen Inhalten zum Bild enthalten (was befindet sich auf dem Bild und nicht, was befindet siich auf der verlinkten Seite!). Dann können auch Logos und Grafiken wunderbare interne Verlinkungen sein.

Bonus: 2 Fiktionen zur Internen Verlinkung

Als Bonus noch fünf Fiktionen (im Sinne von Science Fiction), welche die interne Verlinkung betreffen. Also Dinge, die möglicherweise oder wahrscheinlich auch ins Ranking von Suchmaschinen mit rein spielen, deren Wirkung aber noch nicht bestätigt wurden.

1. Verlinkungs-Fiktion: Auch Javascript-Links werden erkannt und bewertet

Seit der SMX in München hat Google (in Form von Johannes Müller) bestätigt, dass Google Javascript lesen kann. Das heißt auch, dass Google in der Lage ist, einfache Javascript-Links (z. B. per OnClick-Variante) zu lesen, auszuwerten und mit ins Ranking einbeziehen zu lassen.

Der potentielle Rankingeffekt steht schon länger in den ein oder anderen SEO-Foren. Aber wenn Google die einfachsten JS-Codes lesen kann, warum sollten dann diese Links nicht auch eine Gewichtung im Ranking haben?

2. Verlinkungs-Fiktion: Title-Attribut ist nicht notwendig

Bei Bildern ist es schon lange umstritten, ob neben dem alt-Attribut – der auf jeden Fall einen Effekt auf die Bildersuche und das allgemeine Ranking haben kann – auch das Title-Attribut einen positiven Effekt auf das Ranking hat. Bei Verlinkungen ist es noch fragwürdiger. Es gibt einige Stimmen die sagen, dass ein Title-Attribut keine Auswirkungen auf das Ranking der Zielseite hat. Und mindestens genauso viele Stimmen, die das Gegenteil behaupten.

Mein Tipp: Wenn man (wie in WordPress) interne Links setzt und diese automatisch ein Title-Attribut setzen, ist das schon OK. Wenn es nicht automatisch gesetzt wird, ist es aber auch keine Tragik. Da gibt es viele andere Faktoren, die deutlich effektiver im SEO wären.

9 Comments

  1. Was hälst du von Widgets, die am Ende eines Artikels automatisch auf ähnliche Beiträge intern verlinken. Kannst du ein gutes für WP empfehlen?

    1. Hallo Jonas,

      da gibt es einige (und gute). Aber ich möchte vermeiden, einzelne zu empfehlen. Wichtig sollte bei einem solchen Plugin sein, dass es (für deutsche Seiten) auf deutsch verfügbar ist, gute Einstellungen bzgl. der wirklichen relevanten weiteren Posts bietet (besonders bei großen Blogs) und dass es grafisch einfach gut aussieht, damit die User (nicht Google) auch drauf klicken (würden). Wenn sie dazu beitragen, den User auf der Seite zu halten sind die Plugins durchaus nützlich.

      Und jetzt das Aber (für SEO): Wenn die Links auch hier wieder automatisiert werden und eine Struktur für Google ersichtlich wird (z. B. weil sich die Related Posts in einer separaten DIV Box am Ende des Contents befinden), dann wird der Inhalt dann nicht als gleichwertiger Teil des Contents gewertet. Auch wenn der Content-Teil zwar sichtbar sehr groß ist, muss das unsichtbar im HTML das eben nicht der Fall sein. 😉

      An sich ist es super, wenn mir Links am Ende eines Artikels nochmal empfohlen werden. Ich selbst ergänze die Links beim Schreiben aber alle manuell (wenn ich dazu auch wirklich Artikel zur weiteren Empfehlung parat habe – intern wie extern).

      Schöne Grüße

      Pascal

  2. Hallo Pascal,

    sehr schöner Artikel. Dazu eine Frage. Du schreibst:
    „Es wird auch häufig (aber nicht immer) empfohlen, auf den einzelnen Ebenen separat die anderen Ebenen zu verlinken. Sprich: Die Hauptmenüpunkte verlinken sich (präsent im Content oder per sekundärem Menü) gegenseitig. Aber auch jeder Untermenüpunkt einer Hauptebene (Level 2) sollte ebenfalls auf die anderen Seiten auf Level 2 verlinken, wenn sie dem gleichen Menüpunkt untergeordnet sind. So kann der Linkjuice ideal auf weitere relevante Unterseiten ungestört fließen.“

    Ist das nicht automatisch gegeben, wenn ich eine Navigation habe, auf der Kategorien und Unterkategorien eingebaut und verlinkt sind? Da die Navigation auf jeder Seite zu finden ist, liefert doch jede Seite automatisch einen Link auf seine Kategorie, Unterkategorie?
    Oder verstehe ich das falsch?

    Grüße

    1. Hallo Daniel,

      das mag optisch im Hauptmenü stimmen. Trotzdem ist es empfehlenswert, die Links auch im Content unterzubringen – wenn sie sinnvoll sind. Nach meinen Erkenntnissen (an vielen Webprojekten) können diese Links nochmal zu einem positiveren Ergebnis der jeweils verlinkten Seiten führen.

      Schöne Grüße

      Pascal

  3. „Optisch“ klingt so, als hätten sie aus der Hauptnavigation dann keinen Einfluss auf den Linkjuice? Oder ist der einfach nur geringer, da die Navigation außerhalb vom Content liegt?

    Zählt für Google die Kategorieangabe (Verlinkung) bei einem Artikel („geposted in „Allgemein““), die gerade bei WordPress ja in der Regel automatisch generiert und ausgegeben wird, zum Content?

    Güße

    1. Hallo Daniel,

      jeder Link hat in einer sinnvollen Seitenstruktur seine Berechtigung und gibt Linkjuice an die jeweils verlinkte Seite weiter. Das betrifft natürlich alle Links, egal ob im Contentbereich, im Header (Menü), in der Sidebar oder sogar im Footer. Es kommt halt auch darauf an, wo sich ein Link befindet und in welchem Kontext er steht.

      Was ich andeuten möchte ist: Google ist extrem gut geworden darin, Seiten zu rendern. Das heißt, Google weiß ganz genau, wo sich ein Link befindet, in welchem Zusammenhang er steht, ob die Verlinkung nützlich ist, etc. .

      Entsprechend kann es (in den meisten Fällen) also Sinn machen, im Hauptcontentbereich selbst Links zu den Elternseiten zu setzen oder zu direkt benachbarten Seiten in der gleichen Hierarchie. Das kann durchaus einen weiteren positiven Effekt haben.

      Jedoch sollte man sich dessen bewusst sein. Ergo umgekehrter Fall: Ich denke, dass Google auch klug genug ist eine Breadcrumb-Navigation oder Links zu den Kategorie-Seiten direkt vor oder nach einem Contentbereich als solche zu identifizieren. Und bewertet diese „anders“ als Links, die direkt im Hauptcontentbereich untergebracht sind. Immernoch deutlich besser, als wenn sie nicht vorhanden wären, aber eben anders und ggf. auch schwächer.

      Im Gesamten sollte man sich – wie beim Content marketing mit Linkbuilding – immer die Frage stellen: Macht ein Link an dieser Stelle wirklich Sinn? Und wenn ja, dann rein damit. Und wenn nicht, dann kann entweder der jeweilige Bereich dahingehend angepasst werden… oder man lässt es bleiben. 😉

      Schöne Grüße

      Pascal

      1. Vielen Dank für die ausführliche und hilfreiche Antwort. Denke ich habe es verstanden 🙂

        Viel Erfolg weiterhin!

        Grüße
        Daniel

  4. Pingback: SEO Tool Reader Darstellung für Content und Verlinkung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *