Google+ für Online Redakteure, alternative Medien und Stadtmagazine

Auch Google hat ein eigenes soziales Netzwerk gegründet und ist mit seinen Mitgliederzahlen weiter auf dem Vormarsch. Zwar haben sich bisher noch nicht so viele neue Mitglieder auf Google+ registriert als auf Facebook, dafür sind die täglichen Registrierungszahlen enorm. Es wird geschätzt, dass mindestens 4,2 Mio. Deutsche ein Google+-Profil haben (Stand: Juli 2012).

Also auch hier ein absolutes Muss für jeden Online Redakteur und Betreiber einer Nachrichtenplattform. Nicht nur, weil wir hierüber noch weitere Fans und somit immer wiederkehrende Besucher erhalten. Sie beeinflussen direkt und indirekt – ohne es zu wissen – die Suchergebnisse zu unseren Gunsten.

Für Online Redakteure: Google+ Profil erstellen und einrichten

Google+ für alternative Medien

Google+ – Konto registrieren

Um uns bei Google+ anmelden zu können, brauchen wir zunächst einen Google Account. Jeder, der bereits ein Gmail-Konto oder ein Youtube-Konto hat, der hat auch schon automatisch dieses Konto. Andernfalls müssen wir erst eins registrieren.

Gehe dazu auf Google.de und klicke oben rechts auf den Anmelden-Button. im selben Bereich taucht auf der neuen Seite der orangene Registrier-Button auf, auf den wir wieder klicken. Du kommt anschließend zu einer Seite, auf der du deine persönlichen (später Profil-)Daten eingeben sollst. Fülle es entsprechend deiner Person (also Name: Dein Name und nicht der Name deines Blogs) aus und bestätige deine Eingaben mit „Nächster Schritt“ und folge den weiteren Anweisungen, um dein Profil zu vervollständigen.

Hinweis: Je mehr Daten du ausfüllst, umso leichter wirst du später gefunden. Das ist im Negativen, wie auch im Positiven gemeint. Wer sich bei Google+ anmeldet um seine Seite bei Google zu pushen muss – wie bei Facebook und Twitter auch – mit Einschränkungen seiner Privatsphäre rechnen.

Nachdem du dein Profil erstellt hast, hast du nun auch Zugang zu Google+. Schauen wir uns dort kurz um.

Google+ entdecken

Klicke jetzt in der oberen schwarzen Leiste von Google auf +<Dein Name>, also zum Beispiel +Pascal. Du wirst nun auf dein Google+ Konto weitergeleitet, welches eine ganz ähnliche Oberfläche wie Facebook aufweist.

Google+ Seite anlegen

Google+ Übersichtsseite und Seite anlegen. Screenshot

Ob man das persönliche Profil ähnlich dem Facebook-Profil nutzen möchte oder nicht, bleibt einem selbst überlassen. Wir starten gleich mal durch und möchten eine neue Seite erstellen, unsere Profilseite für unser Nachrichtenmagazin. Klicke dazu (wie im Bild oben beschrieben) zunächst in der linken Navigationsleiste ganz unten auf Mehr und dann auf Seiten, welches dir vorgeschlagen wird. Anschließend klicke auf den orangenen Button Neue Seite erstellen.

Es wird – ähnlich wie auf Facebook – abgefragt, um welchen Typ von Seite es geht. Für alternative Medien, insbesondere Stadtmagazine, regionale Nachrichtenplattformen und themenspezifische Blogs eignet sich in vielen Fällen der Klick auf Kunst, Sport oder Unterhaltung. Je nach Typ handelt es sich nämlich in unserem Fall  in der Kategorie um einen

  • Blog
  • Zeitschrift
  • Zeitung
  • Unterhaltung
  • Website
Google+ Seite für Online Magazine erstellen

Google+ Seite für Online Magazine erstellen. Screenshot

Stell deine Optionen entsprechend ein und bestätige die Eingaben.

Auf der weiterführenden Seite werden jetzt weitere Informationen zu deiner Seite abgefragt. Gib ein Motto an und lade ein quadratisches Profilbild hoch (kann auch das von Twitter oder Facebook sein).

Anschließend ist deine Seite eingerichet und du kannst schon direkt loslegen, mit dieser Seite umzugehen.

Google+ Hintergrundfoto hinzufügen

Google+ erlaubt – wie Facebook auch – ein eigenes Hintergrundfoto hinzuzufügen. Dieses hat die standardmäßige Größe von 940×180 Pixel und wird nur durch das vorangestellte Profilbild überlagert.

Für Stadtmagazine oder regionale Nachrichten-Plattformen eignet sich heir ein gewöhnliches Foto der Stadt oder ein repräsentatives Bild eines Denkmals sehr gut. Wer gute grafische Kenntnisse hat, kann zudem noch etwas Text unterbringen. Entgegen den Facebook-Richtlinien für das Hintergrundbild auf Facebook darf im Hintergrundfoto von Google+ auch ein entsprechender Pfeil zum Abonnieren der Seite genannt werden. Auf unserer Google+ Seite könnt ihr euch dazu ein paar Eindrücke einholen.

Weitere Tipps für das Google+ Hintergrundfoto bietet der der Social Multi Media Blog in diesem Blogeintrag.

Eine Nachricht posten

Wenn ihr eure Seite möglichst vollständig angepasst habt wird es Zeit für einen ersten Post.

Dazu schreibt ihr einfach in das entsprechende Was gibts Neues?-Feld einen Kommentar. Dort könnt ihr auch direkt einen Link unterbringen, zum Beispiel zu einem eurer Nachrichten-Artikel.

Zusätzlich könnt ihr zu jedem Kommentar auch Fotos, Videos (von Youtube) oder Veranstaltungen hinzufügen. Das ist besonders interessant, da Bilder und Videos in den Kommentaren viel größer angezeigt werden und so viel mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als gewöhnliche Kommentare und einfache Verlinkungen. Spielt ein bisschen mit den Möglichkeiten und reizt sie möglichst oft aus, um die volle Aufmerksamkeit auf eure Google+ Seite zu ziehen.

Keine Standardbeiträge teilen – personalisieren und Mehrwerte bieten

Genau wie bei Facebook und Twitter sollte man sich überlegen, wie man seine Google+ Seite benutzt. Wer ständig nur Nachrichten postet und einfache Beiträge teilt, schafft keinen Mehrwert und somit keinen Anreiz, die Google+ Seite zu abonnieren. Das bedeutet auch hier: Kreativität in den Beiträgen zu posten und zwischendurch auch mal andere Inhalte zu veröffentlichen, die auf der eigenen Website und den anderen Social Media Kanälen nicht verwendet werden.

Dank der Youtube- und der Bilder-Funktion kann man hier insbesondere mit selbstgeschossenen Fotos oder zwischendurch gedrehte Videos (auch Videos vom Smartphone) durchaus online stellen. Oder man verwendet die Kalenderfunktion, um einen großen Veranstaltungskalender öffentlich zu machen.

Google+ mit der eigenen Website verknüpfen

Jetzt macht es natürlich noch Sinn, seine Website mit der Google+ Seite zu verknüpfen. Hierfür bietet Google eine sogenannte Google+ Box an, die man beispielsweise in die Sidebar der eigenen Website einbinden kann. Dazu klicken wir einfach auf den Link Einfach Starten und dort auf den Link Google+ Box einfügen ».

Hier findet man nicht nur weiter unten einige Beispielvorlagen für die einzelnen Boxen und Buttons vor, sondern oben auch einen Code-Generator, welcher uns eine Box für unsere Seite entsprechend ausgibt.

Dazu gehen wir wie folgt vor:

  1. Google+ Seite auswählen
    Falls ihr mehrere Seiten habt, solltet ihr hier eure richtige Google+ Seite auswählen.
  2. Eigenschaften
    Möchte man eine kleine oder Standardbox – oder nur den Google+ Button?
  3. Sprache
    Sollte eigentlich klar sein – deutsch. (Bei Fremdsprachen ggf. anpassen)
  4. Erweiterte Optionen
    1. Breite
      Standard auf 300 Pixel – hier lässt sich die Breite anpassen
    2. Farbdesign
      Entweder hell (weiß) oder dunkel (dunkelgrau)
    3. Asynchron
      Am Besten aktivieren. Ermöglicht beim Laden der Website, dass sowohl das Javascript von Google geladen als auch der weitere Code der eigentlichen Webseite geladen wird. Somit verzögert sich der Seitenaufbau nicht.
    4. Standardkonformer HTML-5 Syntax
      Aktiviert bedeutet das, dass der Code aus HTML5 besteht. Wenn es zu Anzeigefehlern beim Einbau kommt, solltet ihr diese Option deaktivieren.

Sind die Optionen angepasst, finden wir den dafür vorgesehenen Quellcode im rechten Bereich der Seite wieder. Hier reicht es aus, den Code zu kopieren und einfach auf unserer Website einzubauen. Hierfür eignet sich beispielsweise die Sidebar (unter WordPress: Unter Design → Widgets einfach ein Textwidget einfügen und den HTML-Code in den Textbereich einfügen).

Das wars auch schon. Denn die Website wird nun über die Google+ Box bzw. den Google+ Button automatisch mit der Google+ Seite verknüpft, da sich im Code ein rel=“publisher“ befindet.

Zusatztipp: Website mit rel=“author“ ausstatten

Wenn man seine Website mit Google+ voll ausreizen möchte, der kann sich Gedanken über den Einbau eines Links zu seinem privaten Google+ Profil machen. Dadurch wird zu jedem Artikel in den Suchergebnissen bei Google ein Bild des Autors hinzugefügt. Das verbessert zwar nicht das eigentliche Ranking, aber immerhin die CTR (Click-Through-Rate, also die Klickbereitschaft auf das Suchergebnis), was wiederum zur Erhöhung der Realbesucher führt.

 

Dazu muss man unter WordPress einfach nur in sein Profil gehen. Dort befindet sich das Feld Google+ Profile URL. Hier müsst ihr nur die URL zu eurem Profil eingeben. Anschließend wird im unsichtbaren Head-Bereich ein entsprechender Verweis gegeben. Das ist auch vorteilhaft bei Blogs, bei denen mehrere Autoren am Werk sind. Die URL erhält man, wenn man auf Google+ über sein Profilbild oben rechts fährt und auf Profil anzeigen klickt.

Alternativ kann man auch manuell seine Seite anpassen. Dazu muss man im Head-Bereich folgendes eingeben:

<html>
  <head>
    [...]
    <link href="" rel="author">
  </head>
  [...]
</html>

und den roten Link natürlich zu seinem eigenen Profil ändern. 😉

Eine weitere Alternative wäre das Unterbringen eines direkten und sichtbaren Links zum Google+ Profil, zum Beispiel direkt unterhalb jeden Artikels. Dazu muss man folgenden Code eingeben:

[ ... Artikelende ... ]
<a href="" rel="author">Ich auf Google+</a>
[ ... Weiterer Inhalt ... ]

Sodele, das wars auch schon mit Google+. Jetzt schauen wir uns die drei Social Media Kanäle nochmal in einer Übersicht an und fassen alle Tipps nochmal kurz zusammen.

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