Google Link Penalty: In 10 Schritten "Unnatürlich eingehende Links" entfernen

Du hast die Nachricht „Unnatürlich eingehende Links“ in den Google Webmastertools erhalten? Dann solltest du dein Backlinkprofil dringend bereinigen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du der Google Link Penalty wieder entgehen kannst.

Was bedeutet die Nachricht Unnatürlich eingehende Links?

Hast du die Meldung „Unnatürlich eingehende Links“ in den Google Webmastertools erhalten, ist Eile und bedachtes Handeln geboten. Google meint dann, dass die betroffene Seite auffällig viele Backlinks in bestimmten Mustern und von Seiten erhält, die eben nicht natürlich aufgebaut worden sind und belegt deine Seite eben mit einer Linkbuilding Penalty. Mögliche Gründe für die Meldung:

  • Die Backlinks stammen von minderwertigen Seiten
    Minderwertige Seiten sind zumeist Content-Schleudern, die nur zum Zwecke des Link- und Artikeltauschs aufgebaut wurden. Sie selbst wurden nur mäßig oder gar nicht optimiert und ergeben für den Leser insgesamt keinen Mehrwert.
  • Die Backlinks stammen von Inhalten, die minderwertig sind
    Minderwertige Inhalte sind Artikel, die selbst keinen Mehrwert für den Leser bieten. Dabei können die Artikel selbst auf Seiten liegen, die selbst noch als vertrauenswürdig gelten.
  • Immer gleiche Linkziele
    Wenn die Backlinks auf eine Website immer in bestimmte Verzeichnisse, SEO-Landingpages oder einfach nur auf die Startseite verweisen und das in einem deutlichen Muster zu erkennen ist
  • Harte Keyword-Verlinkungen
    Unnatürlich bedeutet auch, wie ein Link gestaltet ist. Harte Keyword-Verlinkungen oder auch Links, bei denen man sich als Leser fragt, warum da jetzt ein Link zu einer fremden Seite ist, sind kein gutes Signal.
  • Links aus Linknetzwerken
    Hast du Links aus Linknetzwerken erhalten und wurden diese bereits abgestraft, ist das kein gutes Zeichen.
  • Links von Seiten, die Links verkaufen oder tauschen
    Websites, die öffentlich Links verkaufen oder tauschen, sollte man grundsätzlich vermeiden.
  • Links aus immer gleichen Quellen
    Ein natürlicher Linkmix besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Quellen. Nur Links aus Webkatalogen und Artikelverzeichnissen, nur aus Blogkommentaren oder eben nur aus Content-Bereichen fremder Websites sind leicht zu identifizieren.
  • Links jeder Art, die offensichtlich nur Pagerank vererben sollen

Bei einer Meldung „Unnatürlich eingehende Links“ kommen häufig mehrere dieser Punkte zusammen. Diese Backlinks gilt es also zu analysieren und zu entwerten, um der Google Penalty zu entkommen.

Gehen wir es also an:

Schritt 1: Ruhe bewahren

Nichts wäre kontraproduktiver, als bei der Meldung der „Unnatürlich aufgebauten Link“ in Panik zu verfallen. Man muss nicht alle Links abbauen und man muss es nicht Kopf über Hals tun. Folgendes sollte man wissen:

  • Eine Abstrafung muss nicht sofort mit der Meldung der Unnatürlich eingehenden Links einschlagen. Häufig bleiben den Webmastern noch ein paar Wochen Zeit, bis wirklich schmerzhafte Reaktionen in den Rankings sichtbar werden.
  • Tritt die Abstrafung ein, betrifft das häufig nicht die gesamte Website.
    • Betroffen sind meistens die Seiten mit entsprechenden Keywords, die eben unnatürliche Links erhalten.

In der Zeit zwischen der ersten Meldung und der tatsächlichen Abstrafung kann man es schaffen, es aus der Penalty zu schaffen.

Also: Cool bleiben.

Google Link Penalty ≠ Google Penguin

Information: Eine Meldung in den Google Webmastertools über Unnatural Inbound Links ist eine manuelle Abstrafung von Google. Der → Penguin Filter hat damit nichts zu tun. Penguin filtert Webspam aus den Suchergebnissen. Ist deine Seite von der Unnatuural Inbound Links Penalty betroffen gilt es also, Google Mitarbeitern die Reue zu zeigen – nicht einer Maschine.

Schritt 2: Analyse der Situation

Du wirst also von Google verdächtigt, unnatürliche Links aufgebaut zu haben. Sich jetzt einfach tot zu stellen und abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer Abstrafung kommt, wäre der falsche Weg – denn die Gooogle Link Penalty kommt dann auf jeden Fall.

Hinweis: Google will jetzt sehen, dass du dir wirklich Mühe gibst! Das bloße Erstellen einer Disavow-Datei (Schritt 9) mit allen schlechten Links reicht bei Weitem nicht aus. Du musst beweisen, dass du es ernst meinst. Baue also so viele schlechte Links wie möglich ab, bevor du weitere Maßnahmen in Erwägung ziehst.

For a reconsideration request to be successful, a significant percentage of inorganic links should be removed from the website. If you can get a backlink removed, remove the link instead of adding it to the disavow file. Simply disavowing links will not be enough to make a reconsideration request successful.

Google Webmasters

Um aus der Link Penalty raus zu kommen, brauchen wir jetzt Informationen über das eigene Backlinkprofil.

  • Welche Links wurden aufgebaut?
  • Welche Links wurden von Dritten aufgebaut (z.B. bei SEO-Dienstleistern)?
    • SEO-Dienstleister sollten auf jeden Fall mit ins Boot genommen werden.
  • Welche Links wurden freiwillig erstellt?
  • Welche Links wurden unfreiwillig/unerwünscht angelegt?

Diese Daten müssen wir sammeln und analysieren:

Schritt 3: Backlinkdaten sammeln und analysieren

Wenn du Zugang zu guten Tools hast, solltest du Backlinkdaten dieser Tools nutzen, zum Beispiel:

Sistrix Toolbox mit Link-Modul (kostenpflichtig)

Ist das Link-Modul in der Sistrix Toolbox (oder in Sistrix Next) freigeschaltet, kann man diese leicht als CSV-Datei exportieren. Die Quelle können wir ideal nutzen, um Backlinks einfacher zu analysieren.

→ Mehr Infos: Sistrix Toolbox

 

Sistrix Linkrating Tool (kostenpflichtig)

Hier wird schon in der Toolbox analysiert und eingestuft, welche Links wie hilfreich oder gefährlich sein könnten. Auch diese lassen sich einfach als CSV-Datei herunterladen. Alle Links, die im roten und gelben Bereich zu finden sind, sollten zunächst einmal gedownloadet werden.

→ Mehr Infos: Sistrix Linkrating Tool

 

SEOkicks (kostenfrei)

Auch bei SEOkicks ist ein Download von Backlinkdaten möglich, allerdings ist der Umfang relativ begrenzt. Nichtsdestotrotz sollte man auch diese Daten verwenden. Eine kostenlose Registrierung ist jedoch erforderlich.

→ Mehr Infos: SEOkicks

 

Google Webmastertools

Die umfassendste Quelle über die Herkunft von Links von verschiedenen Domains dürften die Google Webmastertools vermitteln – denn hier sitzt man direkt an der Quelle. Allerdings zeigen sie nicht, auf welcher Unterseite sich genau die Backlinks befinden. Man muss also selbst die Domains nach den Backlinks durchforsten.

Hier hilft die Google Suche selbst. Mit einer site-Abfrage ist das möglich:

site:fremdedomain.de meinedomain.de

Sollte kein Ergebnis zu finden sein, wurde die Seite selbst bereits in der härtesten Form abgestraft. Dann gilt es, die Links auf jeden Fall zu finden und zu entfernen.

 

Bing Webmastertools

Bing erlaubt es ebenfalls, Backlinkdaten zu downloaden. Nutze sie in der gleichen Weise wie die Google Webmastertools Backlinkdaten. Du findest den Export unter „Berichte & Daten → Eingehende Links.

Schritt 4: Backlinks kategorisieren

Um aus der Google Link Penalty zu entkommen, müssen wir im nächsten Schritt die Links kategorisieren. Wer sich nicht blind auf die Tools (wie Sistrix Linkrating oder LinkDetox) verlassen will, der kann die Daten nun in einer Excel-Tabelle zusammenführen. Das ist zwar relativ umfangreich und bedarf unerfahrenen Excel-Nutzern einige Zeit ab, am Ende ist es jedoch die sauberste Methode. Denn nicht jeder Link, der schlecht gewertet wird, muss auch schlecht sein. Und nicht jeder Link, der gute Werte aufweist, muss auch ein sauberer Link sein. Die Logik und der Kontext des Links spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle.

 

Backlinkdaten mit Excel aufbereiten

Erstelle eine neue Tabelle in Excel und füge folgende Spalten ein:

  • Spalte A: Domain/Host
  • Spalte B: URL
  • Spalte C: Verlinkungstext (Anchortext)
  • Spalte D: Verlinkungsziel (Anchorziel)
  • Spalte E: Follow/Nofollow*
  • Spalte F: Anzahl Seiten im Index*
  • Spalte G: Einstufung / Risiko
  • Spalte H: Name / Ansprechpartner
  • Spalte I: E-Mail-Adresse
  • Spalte J: Erstkontakt am
  • Spalte K: Zweitkontakt am
  • Spalte L: Erfolgreich abgebaut am
  • Spalte M: Per Disavow neutralisieren

Je nach Exportdateien und Umfang können auch weitere Spalten dazwischen eingebunden werden, wie Sichtbarkeitsindex, Linktyp, Title der Seite, etc.

TOOL-TIPP: Das Microsoft Excel Addon → SEOTools for Excel von +Niels Bosma hilft. Mit dem Addon kannst du Backlinks von den URLs aus Spalte B aufspüren und erkennen, ob sie Follow oder Nofollow oder wieviele Seiten sich von der Domain im Index befinden.

 

Spalte A: Domain/Host

Übertrage hierhin die Domain bzw. die Hostadresse (Subdomain). So kannst du später schneller nach einzelnen Domains filtern und du behältst etwas die Übersicht.

Spalte B: URL

Übertrage hierhin die URL, von der ein Link stammt. Es ist die Basis zum Aufrufen der Websites.

Spalte C: Verlinkungstext (Anchortext)

Das schnelle Filtern nach harten Keyword-Verlinkungen hilft, schneller die Spreu vom Weizen zu trennen.

Spalte D: Verlinkungsziel (Anchorziel)

Wie in Spalte C hilft auch das Verlinkungsziel, Links zu alten SEO-Zielseiten schneller zu identifizieren.

Spalte E: Follow/Nofollow

Hier kannst du eintragen, ob ein Link Follow oder Nofollow ist. Gegen die Google Webmasterrichtlinien verstoßen Nofollow-Links nämlich nicht, da sie keinen Pagerank fließen lassen. Ein Abbau ist dann nicht erforderlich.

Spalte F: Anzahl Seiten im Index

Hat eine Domain 0 Seiten im Index, ist das meistens ein ganz schlechtes Zeichen. Die Seite wurde dann sehr wahrscheinlich als Pure Spam markiert. Diese Links müssen unbedingt abgebaut oder neutralisiert werden.

Aber auch Websites – insbesondere Blogs – mit nur wenigen Seiten im Index können ein Anzeichen dafür sein, dass die Seite nur wegen Linktausch aufgebaut und nur schwach redaktionell gepflegt wurde.

Spalte G: Einstufung / Risiko

Hier trägst du nach manueller Überprüfung der Seiten ein, ob es sich hier um einen ungefährlichen, potentiell gefährlichen oder sehr gefährlichen Link handelt.

Spalte H: Name / Ansprechpartner

Wenn du eine URL überprüfst, solltest du dir den Namen des Inhabers oder einer Ansprechperson hier notieren (z. B. von der Impressums- oder Kontaktseite). So kannst du dem Webmaster später eine Mail mit allen URLs zukommen lassen, anstelle den Inhaber dutzende Male zu kontaktieren.

Spalte I: E-Mail-Adresse

Hier kommt natürlich die Mailadresse des Inhabers bzw. Ansprechpartners rein, den du später anschreiben kannst.

Spalte J: Erstkontakt am

Notiere hier später das Datum, an dem du die erste Kontaktaufnahme mit dem Inhaber zum Abbau eines Links hattest. Eine sorgfältige Liste schafft Vertrauen beim Reconsideration Request.

Spalte K: Zweitkontakt am

Antwortet ein Inhaber bzw. Ansprechpartner auf die erste Mail nicht, sollte eine zweite Anfrage getätigt werden. So sieht Google, dass du es mit der Linkprofilbereinigung und den Abbau von Links auch wirklich ernst meinst.

Spalte L: Erfolgreich abgebaut am

Meldet sich ein Webmaster zurück mit der Info, dass der Link auf Nofollow gesetzt oder entfernt wurde, solltest du hier das Datum eintragen. Die URLs und Domains sollten dann auf keinen Fall mehr ins Disavow-Tool übertragen werden.

Spalte M: Per Disavow neutralisieren

Ist ein erfolgreicher Abbau nicht möglich gewesen, solltest du hier eine Notiz für den Übertrag ins Disavow Tool hinterlegen. So kannst du ganz leicht die URLs und Domains filtern.

 

Gefährliche Links einstufen – Die Ampelmethode

Mit der Ampelmethode lassen sich Links in drei Kategorien einstufen:

  • Rot = Gefährlich
    Dieser Link ist nicht natürlich entstanden, verlinkt mit einem harten Keyword, auf eine SEO-Zielseite oder ist anderweitig ein Verstoß gegen die Google Webmasterrichtlinien. Diese gilt es, auf jeden Fall abzubauen.
  • Gelb = Potentiell gefährlich
    Das sind Links von Seiten, bei denen du dir unschlüssig bist.
  • Grün = Ungefährlich
    Der Link und der Kontext sind völlig in Ordnung. Er dient nicht dazu, Pagerank zu übertragen und wurde völlig natürlich aufgebaut.

Schritt 5: Mailadressen und Kontakte herausfinden

Filtere deine Tabelle nun nach jenen Links, die du als gefährlich (rot) und potentiell gefährlich (gelb) einstufst.

Bedenke: Um einen erfolgreichen Reconsideration Request durchzuführen, solltest du auch Links, die als potentiell gefährlich erscheinen, ebenfalls entfernen lassen. Auch, um mögliche weitere Abstrafungen und Link Penalties von Google in der Zukunft vorzubeugen.

Rufe nun die Websites einzeln auf und suche nach Kontaktseiten oder der Impressumsseite. Dokumentiere in deiner Excel-Tabelle:

  • Den Namen des Ansprechpartners
  • Die E-Mail Adresse des Ansprechpartners

Tipp: Bevor du jeden Kontaktpartner einzeln anschreibst ist es effektiver, zunächst die Kontaktdaten zu sammeln und dann den Abbau mit einem Mal durchzuführen.

Schritt 6: Webmaster bitten, Links zu neutralisieren

Nutze jetzt deine Excel-Tabelle und filtere sie nach den Namen. Lasse dir dabei immer jeweils einen einzigen Namen anzeigen. So erhältst du URL- und Domainauflistungen von einem Kontaktpartner. Das spart dem Kontaktpartner bei vielen Domains Nerven und dir jede Menge Zeit.

Schreibe den Kontaktpartner höflich an und bitte ihn, die Links von den gesammelten URLs zu neutralisieren. Eine Mail-Vorlage könnte sein:

Betreff: Bitte um Entfernung von Links

Sehr geehrte(r) Herr/Frau <NAME> // die direkte Anrede vermittelt, dass es keine automatisierte Mail ist

vielen Dank nochmal für die Links, die Sie zu meiner Seite <DOMAIN EINFÜGEN> auf Ihren Seiten eingebaut haben. =) // Ein Smiley nimmt ebenfalls die Starre einer automatisierten Mail

Leider habe ich in den Google Webmastertools eine Meldung über „unnatürlich eingehende Links“ erhalten. Deshalb habe ich mal nachgeforscht, woher ich meine Backlinks erhalte. Darf ich Sie deshalb bitten, die Links zu meiner Seite von diesen Seiten zu entfernen?

<ABZUBAUENDE URLS EINFÜGEN>

Das soll nicht heißen, dass Ihre Seiten oder die Links jetzt schlecht sind. Ich möchte nur auf Nummer Sicher gehen…

Schöne Grüße und vorab vielen Dank. =)

<NAME DES ABSENDERS>

Ist der Kontaktpartner angeschrieben, kann in einer weiteren Spalte „Erstkontakt am“ das aktuelle Datum eingefügt werden. So weit du, wann du den Partner angeschrieben hast und wann du es gegebenfalls ein zweites Mal versuchen solltest. Das solltest du dann für jede Zeile des Kontaktpartners tun, um ein fehlerhaft/doppeltes Anschreiben zu vermeiden.

Wiederhole den Vorgang für jeden Kontaktpartner.

Hast du vielleicht einen Kontakt übersehen? Wenn du damit fertig bist, solltest du deine Liste nochmal so filtern, dass alle gefährlichen und potentiell gefährlichen Links aufgeführt werden.

Wann immer du nun eine Antwort von Webmastern über den erfolgreichen Abbau oder die Neutralisierung von Links erhältst, solltest du diese in deiner Linkabbau-Tabelle in einer weiteren Spalte „Erfolgreich abgebaut am“ dokumentieren. So kannst du später Google mitteilen, von welchen URLs Links entfernt worden sind.

Schritt 7: Nicht abgebaute Links per Disavow-Tool neutralisieren

Sollten sich nach einer Woche Kontaktpartner noch nicht zurückgemeldet haben und die Links nachwievor online sein, sollte erneut per Mail (oder alternativ per Telefon) nachgefragt werden, wie es um den Abbau steht. Kann ja sein, dass der Partner im Urlaub war oder die Mail einfach übersehen wurde.

Hinweis: Google achtet im Reconsideration Request auf Details wie diese. Du sollst dir wirklich Mühe beim Abbau geben, damit Google erkennt, dass du es ernst meinst. Nur so kommst du aus der Google Link Penalty wieder raus.

Falls dennoch Domains und Links übrig bleiben, die nicht erfolgreich abgebaut wurden, müssen wir nun eine Disavow-Datei erstellen.

Die Disavow-Datei ist eine .txt-Datei, in der in jede neue Zeile eine URL hinzugefügt werden kann, deren Link zu deiner Seite neutralisiert wird. Der Link gilt dann sozusagen als Nofollow-Link.

Hier kannst du eine beispielhafte Disavow-Datei mit Erklärungen downloaden

Bei Kontaktpartnern, die sich auch bei zweimaligem Kontakt nicht zurückgemeldet haben ist es ratsam, nicht nur die URLs, sondern auch die kompletten Domains zu neutralisieren. So neutralisiert man auch möglicherweise unentdeckte Links (z. B. auf Kategorie-Seiten).

Lade die Disavow-Datei nun in das → Disavow-Tool der Google Webmastertools hoch. Hier wird dir bei Erfolg angezeigt, wie viele URLs und Domains dabei neutralisiert wurden.

Schritt 8: Durchgeführten Maßnahmen, Erfolge und Misserfolge dokumentieren

Vorbereitung: Tabelle in Google Drive übertragen

Damit du nachweisen kannst, welche Betreiber du kontaktiert hast, solltest du nun in → Google Drive eine Tabelle erstellen, in der du alle als gefährlich oder potentiell gefährlichen Links aufführst. Dazu kannst du deine Tabelle einfach per Copy-Paste übertragen.

  • Vermerke zudem bei den Partnern, bei dem ein Abbau nicht möglich war, dass du diese per Disavow-Datei neutralisiert hast.
  • Mache diese Liste grafisch etwas leichter veranschaulich, denn auch beim Google Search Quality Team arbeiten auch nur Menschen. Eine Erleichterung durch die visuelle Aufbereitung der Tabelle erleichtert es demjenigen, der über die Neueinstufung deiner Seite richten soll und kann ein Pluspunkt sein.
  • Mache anschließend die Tabelle allen zugänglich, die den direkten Link zur Datei kennen und kopiere dir den direkten Link. Den werden wir brauchen in Punkt 9:

Schritt 9: Reconsideration Request in den Google Webmastertools

Der Reconsideration Request

Nun folgt der finale Part, um aus der Google Link Penalty zu kommen. Gehe in das Projekt in den Google Webmastertools und klicke unter Suchanfragen auf Aktuelle Maßnahmen. Beantrage hier eine Überprüfung (das ist der Reconsideration Request).

Führe nun alle, wirklich alle Punkte auf, die du unternommen hast. Die übertragene Tabelle in Google Drive hilft dem Search Quality Team dabei, die durchgeführten Maßnahmen nachzuvollziehen. Der Reconsideration Request sollte ungefähr so aufgebaut sein:

  • Benenne die Situationen ausführlich seit dem Eingang der Abstrafung „Unnatürlich eingehende Links“ in den Google Webmastertools
  • Welche Backlinkdaten hast du genutzt? Quellen nennen.
  • Wie hast du die Backlinkdaten analysiert?
    • Warum hast du genau jene Links als gefährlich oder potentiell gefährlich eingestuft?
  • Was hast du für den Linkabbau unternommen? Erste und zweite Anfrage zum Abbau beschreiben (inklusive Beispiel-Mails)
  • Was hast du bei Nicht-Reaktion/Nicht-Abbau getan? Disavow Datei benennen
  • Sage, dass es dir leid tut. Meine es auch so. Dir muss es wirklich leid tun.
  • Versprich, dass du dich zukünftig an die Webmasterrichtlinien halten wirst. Dich bessern zu wollen reicht nicht aus.
  • Optional: Beschreibe, was du bei der Suchmaschinenoptimierung zukünftig ändern willst (Vorsicht, kann schnell nach hinten los gehen. Aber bietet auch die Chance, schneller durchzukommen.)

Schritt 10: Was tun bei Ablehnung

Berücksichtige: Du musst es für Google ernst meinen. Auch Backlinks, die nur als potentiell gefährlich eingestuft werden, sollten trotzdem abgebaut werden. Meine es ernst.

  • Überprüfe intensiv, ob du weitere Links als gefährlich oder potentiell gefährlich einstufen musst. Und baue diese ab Schritt 5 ebenfalls ab.
  • Schreib Partner, bei denen ein Abbau nicht funktioniert hat, ein drittes Mal an.
    • Überprüfe deine Disavow-Datei. Haben Webmaster doch noch Links unbemerkt entfernt? Dann sollten sie aus der Disavow-Datei entfernt und diese anschließend neu hochgeladen werden. Alles andere wäre unfair und wird ebenfalls nicht gerne gesehen.

Querverweise und wichtige Lesetipps…

Hier findest du weitere sehr nützliche Hilfen im Netz, um aus der Google Link Penalty zu kommen:

… allgemein zum Thema:

… zum Linkabbau

… zum Disavow Tool

Google Linkbuilding Penalty: 10 Schritte zum sauberen Linkprofil

Google Linkbuilding Penalty: 10 Schritte zum sauberen Linkprofil

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