SEO und SEA im Jahr 2025 – Ein weiter Ausblick des Online Marketings

Wie wird das Online Marketing mit SEO, SEA und Social Media der Zukunft aussehen? Dieser Frage in Kombination mit den technischen Entwicklungen des Internets wollen wir und in diesem Artikel stellen und geben eine Vorschau auf das, was und im Online Marketing im Jahr 2025 erwarten wird.

Zugegeben, dieser Artikel brennt mir schon eine Zeit lang auf der Zunge. Nun komme ich endlich dazu ihn zu schreiben. Es geht um das Thema, wie sich das Online Marketing, insbesondere aber SEO und SEA in den kommenden Jahren verändern wird. Wird es auch in über 10 Jahren SEO noch geben? Wie werden die Menschen dann kommunizieren und viel wichtiger, online einkaufen?

In diesem Artikel möchte ich einige Punkte auffassen, die wir als SEOs und Online Marketing Experten heute noch nicht auf dem Schirm haben.

Aber seid vorgewarnt: Das ist nur (m)eine Prognose auf die nächsten Jahre. Es kann natürlich auch ganz anders kommen. Aber → diverse Entwicklungen, die schon heute stattfinden, sind nun mal nicht wegzudiskutieren. Lasst euch einfach inspirieren. Wie gesagt, es ist eines von unendlich vielen Szenarien.

Auch in Bezug auf die technische Entwicklung des Internets, die hier in vielen Teilen erörtert wird, werden möglicherweise keine direkten Faktoren oder Auswirkungen für SEO und SEA genannt. In diesen Bereichen wird der einzelne Erfindergeist, der Einfallsreichtum und der Fortschritt in den entsprechenden Bereichen zeigen, wie wir auf diese Zukunft des Online Marketings hinsteuern werden.

Entwicklung der Technik und Veränderungen des Online Marketings der Zukunft

Basisinformationen zur Technischen Entwicklung der Zukunft

Zukunft des Online Marketings

Zukunft des Online Marketings. Foto: renatodantasc / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

In 12 Jahren, also im Jahr 2025 werden die technischen Möglichkeiten alles übersteigen, was wir uns heute noch nicht einmal direkt vorstellen können. Das garantiert sozusagen das Mooresches Gesetz (→ Wiki-Link). Es bedeutet, dass sich die technische Entwicklung der Schaltkreise alle zwei Jahre verdoppelt. Aber das ist natürlich nichts, ohne die entsprechende Software. Diese entwickelt sich seit Jahren explosionsartig und nimmt immer neuere Formen an im Bereich der Kommunikation, des Einkaufs und der Informationsbeschaffung.

Markus Tandler auf der TedX in München zum Thema „The Future of Search

Wir lernen aus der Vergangenheit. Nehmen wir rückwirkend an, im Jahr 2003 hätte ich behauptet, dass Social SEO mal eines der hochgelobtesten Rankingfaktoren im SEO darstellen könnte, hätte man mich wohl verspottet. Denn „Social“ gab es damals noch gar nicht. Die Bildersuche bei Google wurde erst 2001 eingeführt, was damals geradezu einer Revolution gleich kam. In der Zeit war es noch hip, eine gewisse Keyword-Dichte zu haben und seine Seite maximal für Suchmaschinen, aber nicht für den User selbst zu entwickeln. Und heute kann man ein Foto von einer Pflanze schießen und erhält zugleich Infos bei Google, wie die Pflanze heißt und ob ich weitere Infos (z. B. gebunden an Rich Snippets) erhalten möchte.

Ein gewaltiger Sprung machte sich da in den vergangenen 10 Jahren in den Suchmaschinen, zusammen mit der Suchmaschinenoptimierung und den Suchmaschinen Advertisements. Und die nächsten 10 Jahre werden exponentiell, also mit stetiger Verdoppelung, sowohl in Hardware als auch Software, fortsetzen. Im Jahr 2025 wird uns diese Zeit wie das finstere Mittelalter vorkommen.

Grundsätzlich werden wir festhalten können, dass es auch in Zukunft im Online Marketing alles um das Thema Suche handeln wird, wie Markus Tandler erst hervorragend auf der TEDx in München zeigte. Nur ob wir die Suche selbst noch tätigen oder ob unsere Geräte die Suchen im Internet automatisch durchführen, das wird sich noch zeigen.

Auf ins Eingemachte: Die Zukunft des Internets

Suchmaschinen und Smartphones entwickeln eine Super-Intelligenz

Grundsätzlich: Wir werden sehr viel intensiver mit unseren Geräten in Sprache kommunizieren, als das heute noch der Fall ist. Siri und Google machen den ersten Schritt mit dem Verstehen von Suchanfragen und dem Ausgeben (aussprechen) von Informationen. Die Algorithmen der Suchmaschinen werden Sprache, Begriffe und Kontexte jeglicher Art immer besser verstehen. Die Art der Kommunikation in Form von Sprache mit den Geräten nimmt noch in einem erheblichen Ausmaße zu.

Inspiriert hat mich hier kein anderer als: Karl Kratz. Ein SEO, der unserer heutigen SEO-Zeit einige Jahre voraus zu sein scheint (und wahrscheinlich auch ist).

In einem kurzen Ausschnitt aus seinem Vortrag zur SEOkomm (den er vor der SEOkomm online gestellt hatte / → Link) ging er vor allem auf das Thema „Schöner ranken“ ein, wobei auch sein Thema die Zukunftsmusik enthält.

Zukünftig wird man in das Gerät seiner Wahl lediglich Suchanfragen eingeben/einsprechen wie etwa „Ich habe Hunger“ oder „Ich will nach Stuttgart fahren“. Das entsprechende Gerät, wie etwa ein Smartphone heutzutage, wird diese Anfrage mit dem Suchprofil des Suchenden abgleichen und entsprechend reagieren – und zwar völlig auf den Nutzer ausgerichtet, wie etwa:

  • Bin ich eher der Burger Schling-Typ oder esse ich vornehm im Sterne-Restaurant?
  • Besitze ich ein Auto und möchte die Stau-Infos haben oder bin ich Bahnfahrer und benötige ein Ticket?
  • Wo befinde ich mich physikalisch (via GPS) zu bestimmten Stores und Geschäften und wie viel Aufwand benötige ich, dorthin zu kommen?
  • Habe ich momentan genügend Geld bei mir, um mir entsprechende Sachen leisten zu können? Wenn nicht, welche anderen Möglichkeiten der Bezahlung habe ich momentan?

Informationen wie diese verarbeitet die Suchmaschine der Zukunft völlig automatisch anhand des Userprofils und gibt entsprechende Vorschläge aus.

Das bedeutet, dass der Verkauf oder die Internetwerbung im Jahr 2025 deutlich effektiver wird, sich aber gleichzeitig von der breiten Masse entfernt. Nur jene Kunden, die mein Produkt auch wirklich suchen, werden meine Produkte auch kaufen wollen werden.

Smartphones werden aktuell bleiben, sich aber entscheidend verändern

Die Entwicklung der Smartphones in der Zukunft

Die Entwicklung der Smartphones in der Zukunft. Foto: Phil Roeder / Flickr (CC-BY 2.0)

Smartphones an sich werden erhalten bleiben, trotz Datenbrillen und intelligenten Uhren. Denn: Der Mensch braucht etwas visuelles, will aber auch zeigen, dass er momentan etwas visuelles sieht und macht.

In der breiten Masse wird man beispielsweise Google Glass (dazu später) nicht in Gesprächen nutzen. Zumindest nicht im Jahr 2025. Hier wird man anderen, wenn man etwas im Internet zeigen möchte, nach wie vor die Informationen via Display (eben mit einem Smartphone) zeigen wollen.

Dennoch werden sich diese Smartphones erheblich in der Technik verändern. In Kombination mit Glass oder anderen visuellen Mitteln werden Informationen im Smartphone verarbeitet werden. Die Ein- und Ausgabe kann dabei auch in anderen Geräten stattfinden, wenn diese an das jeweilige Smartphone angeschlossen werden.

Vor allem jene Hartz-4- Niedriglohnschichten, welche sich dann keine sonstigen visuellen Geräte wie Glass leisten können, wird das Smartphone nach wie vor die erste Wahl sein. Denn diese Geräte werden billiger, können aber dann auch alles, was heutige Smartphones leisten können – und noch mehr.

Apps der Zukunft werden smarter

Apps der Zukunft werden smarter. Foto: Sean MacEntee / Flickr (CC-BY 2.0)

Die App-Technik wird sich möglicherweise ebenfalls revolutionieren. Bis in 10-12 Jahren ist es durchaus denkbar, dass ein Smartphone – situationsbedingt und je nach Anfrage – automatisch die passenden Apps für kurze Zeit (temporär) automatisch installiert, die Abfragen darin selbst startet, die Ausgabe der geforderten Informationen selbst gibt und die Anwendung anschließend wieder entfernt, sofern das notwendig sein wird.

Vielleicht erleben wir sogar eine Renaissance der 3D-Technik auf Smartphones. Bildschirme könnten theoretisch 3D-Projektionen ausgeben.
→ Allerdings wird die 3D-Technik im Internet auch bis 2025 kein Standard werden, sondern eher ein Zusatzfeature bleiben, wie es heute bei 3D-Fernseher auch ist. Denn: Es wird kaum 3D-Websites geben. Wozu auch? Die Entwicklung für reine Informationen geht ja eher weg vom Bildschirm. Einzige Ausnahme könnten dann professionelle Online-Shops sein, wie etwa ein Shop von Nike oder sogar Amazon, welche Produkte in 3D visuell ausgeben. Doch das steht auch bis 2025 erst mal in den Sternen…

Visuelles im Blick: Datenbrillen wie Google Glass auf dem Vormarsch

Google Glass

Google Glass. Foto: Tim Fuller / Flickr (CC-BY 2.0)

Die Datenbrille Google Glass wird ein Durchbruch werden – wenn die Europäische Union es mit ihrem Datenschutzwahn nicht weiterhin blockiert. Auch wenn die Brille ein Smartphone benötigt und momentan eher nur unter Technikfreaks äußerst beliebt ist, so kann es jederzeit Befehle entgegennehmen, Musik (für andere unhörbar) und Videos abspielen und uns mittels Internet jederzeit Informationen geben, die wir gerade benötigen. Hier wird die breite Masse dem Technikgeist der Zeit folgen.

Anzeigen wie diese werden bei Google Glass in Zukunft eher die Ausnahme sein.

Im Jahr 2025 hat Google verstanden, dass wir keine Adwords-Anzeigen auf jede 50 gelaufenen Meter eingeblendet haben möchten. Das bedeutet, Adwords-Anzeigen in Google Glass werden nur noch dann eingeblendet, wenn wir direkt eine entsprechende Kaufanfrage durch Glass tätigen wollen. Das bedeutet für Online Marketing, dass die Anzeigen entsprechend passgenau geliefert werden müssen.

SEO und Google Glass: „Auf gut Glück-Button“ und seine Renaissance in der Datenbrille

Das gilt auch für SEO, wenn auch in anderem Ausmaße. Wenn eine Person beispielsweise etwas (und nicht jemanden) länger beobachtet oder direkt eine Aufforderung nach einer Suche tätigt, wird man nahezu immer den ersten Platz aufs Auge bekommen. Vergleichbar ist das mit dem „Auf Gut Glück„-Button heute. Für SEO bedeutet Google Glass, dass der Platz 1 zu einer Suchanfrage extrem wichtig wird, eine Platzierung auf Platz 2 oder 3 ist dann für Suchanfragen unterwegs via Google Glass deutlich irrelevanter als heute.

Nicht zu vergessen: Google wird sich bis ins Jahr 2025 enorm weiterentwickeln und kann dann genau aus meiner Suchanfrage und dem Kontext, in dem ich physikalisch wie ideologisch in dem Moment gestellt bin herauslesen, was genau ich suche. Suche ich ein Bild, ein Video… oder einen Shop mit den passenden Angeboten?

Was Google Glass angeht, gibt es noch einen weiteren „Faktor“, den ich nicht unterschätzen würde: Die Barrierefreiheit. Google wird es zu verstehen wissen, nicht einfach Websites per Google Glass ausgeben zu wollen. Wenn sie es einheitlich machen werden – und davon gehe ich schwer aus – werden Websites der Zukunft, die mit Google Glass ausgegeben werden, eher einheitliche Designvorlagen verwenden ( → Blogartikel: BigThink: Wenn Websites keine Designs mehr brauchen (werden)). Möglicherweise gibt es dann nur noch ein Design, das Google vorgibt oder selbst in sein Ausgabedokument kopieren. Sprich: Google klont den Inhalt und steckt sein Design darüber. Auch hier wird die Barrierefreiheit unter HTML5 noch extrem einschlagen, da ist Responsive Design heutzutage ein Witz dagegen.

Anmerkung: Augenimplantate in Entwicklung

Schon heute sind auch Augenimplantate, die einen Bildschirm sozusagen mittels Kontaktlinse auf das Auge projizieren und mit dem Internet via Smartphone agieren können, in Entwicklung. Diese werden jedoch eher die Ausnahme bleiben, da Kontaktlinsen auch heute noch nicht gerade die erste Wahl des allgemeinen Brillenträgers sind.

Darum werden Uhren wie die angekündigte iWatch und andere Smartwatches eher floppen

Die iWatch von Apple

Die iWatch von Apple. Foto: Brett Jordan / Flickr (CC-BY 2.0)

So angenehm es auch klingen mag, eine internetfähige Uhr zu haben… auf lange Sicht (und das sind 12 Jahre im Online Marketing durchaus) hat eine iWatch oder ähnliche am Handgelenk tragbaren, internetfähigen Smartwachtes eher wenig Chancen. Der Grund ist ganz einfach: Sie ist im Gegensatz zu Google Glass oder anderen visuellen Geräten unhandlich – obwohl sie an der Hand getragen werden.

Siehe auch: → Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung für Smartwatches?

Das klingt im ersten Moment komisch. Aber wenn man sich überlegt, dass man für jede Kommunikation und jede Interaktion auf sein Handgelenk auf einen sehr kleinen Bildschirm schauen und möglicherweise auf diesem auch noch Eingaben tätigen bzw. für Spracheingaben jedes mal die Hand an den Mund legen muss UND für visuelle Darstellungen immer das Handgelenk für Zweituser relativ ungünstig bewegt werden muss… dann wird einem schnell klar, dass das Smartphone gegenüber den Smartwatches zwar noch unhandlicher, aber mit seinem breiteren Bildschirm wesentlich lesbarer und benutzerfreundlicher ist als jede Uhr es (auch bis 2025) je sein könnte.

Es sei denn – aber das wird bis 2025 nicht der Fall sein – die Uhren entwickeln eine 3D-Projektion, welche Websites deutlich größer anzeigen lassen, als es der Bildschirm unter 2D je tun könnte. Aber hey, ich schreibe auch von 2025 und nicht von 2050. 😉

Klassische Medien wie Fernsehen und Zeitungen verändern sich radikal

Das Fernsehen der Zukunft lässt sich mit dem Smartphone steuern

Das Fernsehen der Zukunft lässt sich mit dem Smartphone steuern. Foto: Pierre LANNES / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Das Fernsehen der Zukunft wird sich deutlich von dem heutigen unterscheiden – zumindest in Form der Werbung. Trash-Müll und Hartz-4-TV werden noch zunehmen, keine Frage (die Masse lässt sich auch weiterhin berieseln). Aber: Die Werbung wie wir sie heute kennen, wird sich von den klassischen Werbepausen wegbewegen. Häufiger wird es bezahlte Anzeigen direkt im Fernsehen der Zukunft oder sogar auf sekundären Geräten wie der gerade getragenen Google Glass geben.

Im Jahr 2025 werden Fernsehsendungen ausgestrahlt, in denen die Werbung schon inkludiert ist. Möglich wäre, dass – wenn vom User aktivierte und zugelassene Werbung (auch wieder an das Userprofil gebunden) erscheinen soll – Anzeigen direkt in den Fernsehsendungen angezeigt wird, z. B. auch via Adwords. Beispielsweise sieht man sich dann eine neue Staffel Topmodels an und erhält zum Model XY dann die Anzeige, dieses Kleid von Anbieter AB für X Euro bei Amazon kaufen. Oder wenn Lanz mal wieder kocht erhält man die Anzeige vom Supermarkt seines Vertrauens, dass dieses Fleisch aktuell um diesen oder jenen Preis zu haben ist. Sprich: Hier wird auch vermehrt auf Werbung gesetzt werden, welche von den Zuschauern an sich direkt erwünscht ist – und zu jenem Zeitpunkt ausdrücklich erwünscht wird.

Die Presse und die Zukunft

Ein noch krasseres Erlebnis werden die Presseverlage haben. Zeitungen sind auch im Jahr 2025 noch relativ beliebt, denn man hat dann Papier in der Hand (der Faktor ist nicht zu unterschätzen!). Dennoch werden die Printmedien immer mehr in Oligopole und Monopole heranwachsen und gerade im Internet ihre Informationsdienstleistungen aufgrund von Werbung und eigenen Shops deutlich ausbauen (müssen). Die BLÖD BILD macht es vor, und viele werden nachziehen.

Noch neuere Medien: Das High-Tech-Paper

Schon heute gibt es Entwicklungen hin zu einem intelligenten und internetfähigen, transparenten „Paper“. Eine Art Plastikfolie, welche Informationen wie auf einem Display ausgibt. Hier könnte vor allem die klassische Presse einen Punkt landen, wenn sie sich bis zu deren Reifestadium ebenso weiterentwickelt. Aber diese Entwicklung der Presse muss man abwarten.

Desktop-Computer werden weiterhin den Kurs bestimmen

Dektop Computer in der Zukunft

Dektop Computer in der Zukunft. Foto: IntelFreePress / Flickr (CC-BY 2.0)

Der klassische Desktop-PC wird auch nach wie vor ein gefragtes Medium im Jahr 2025 in jedem Haushalt sein (natürlich inkludiert auch MAC, Linux usw.). Hier werden die meisten Käufe über Internet getätigt (werden). Der Grund ist ganz einfach: Der Mensch braucht beim shoppen etwas zum Ansehen, ein Gefühl, er braucht einen Bildschirm – und zwar einen Großen. Und: Der Mensch möchte das Gefühl haben, die Kontrolle zu behalten.

Das bietet im Gesamtpaket heute nur der Desktop-PC und wird es vermutlich auch noch lange als einziges in der Form vermitteln können. Insbesondere bei Einkäufen in größeren Summen, aber auch das Abspielen von Videos (via Youtube) oder die Kommunikation via Blogs, Foren oder Social Networks, wird man auch in Zukunft lieber am PC tätigen. Andere Geräte sind zwar auch auf dem Vormarsch (wie beschrieben), bleiben aber trotzdem eher das Zusatzfeature, insbesondere beim direkten Kauf von größeren Anschaffungen.

3D-Grafik wird kaum entwickelt

3D in der Zukunft muss ohne 3D-Brille auskommen können

3D in der Zukunft muss ohne 3D-Brille auskommen können. Foto: Dell’s Official Flickr /Flickr (CC-BY 2.0)

Im Übrigen: Die von vielen langersehnte 3D-Technik in Form der visuellen Darstellung (auch für Games) wird sich noch nicht voll durchgesetzt haben bis 2025. Denn dazu bedarf es noch neuerer und noch nicht ausgereifter Technologien, welche 3D auch ohne Brille am Bildschirm ermöglichen. Das ist zwar heute schon möglich, allerdings nur für einzelne Personen, nicht für mehrere gleichzeitig. Außerdem müssten dafür auch Spiele oder andere Programme oder Websites entwickelt werden, welche jedoch extrem aufwendig sind. Ja, es wird 3D geben bis 2025, aber es wird nicht die Regel sein.

3D-Drucker in jedem Haushalt? Mal schauen…

Zu 3D auch dieses: 3D-Drucker sind momentan in aller Munde und zugegeben, wenn man sich zu Hause kurz mal ein Küchensieb oder einen Salzstreuer einfach ausdrucken könnte, dann wäre das schon genial. Aber: Für das 3D-Drucken braucht man ziemlich viele Ressourcen. Wir sind es gewohnt, eine Druckerpatrone im privaten Gebrauch vielleicht mal alle halbe Jahre auszuwechseln. Will ich mit einem 3D-Drucker mal kurz ein paar Dinge drucken, benötige ich diesen Wechsel fast täglich, je nachdem, was und wieviel ich drucke.

3D-Druck kann ich mir bis 2025 noch nicht wirklich in jedem Haushalt vorstellen. Meine Vermutung: Es wird bis zu diesem Zeitpunkt vermutlich eher gedruckte Ware im Supermarkt oder online gekauft (selbst wenn diese dort per Drucker hergestellt wurde) oder diese Drucker in entsprechenden Stores für Ausdrucke bereitgestellt (gegen Entgelt).

Neue Technik ermöglicht Suchen, Finden und Kommunikation ohne Bildschirm

Sprachfunktion in der Zukunft

Sprachfunktion in der Zukunft. Foto: Sean MacEntee / Flickr (CC-BY 2.0)

Obwohl der einfache Desktop PC auch weiterhin im Haushalt die technische Oberhand behält, so wird es in naher Zukunft interessanter werden, auch ohne Bildschirm zu suchen und auszukommen. Das Prinzip ist zum Beispiel aus der Computerspielserie Command & Conquer bekannnt (EVA, also dem Elektronischen Video Assistenten). Das hört sich heute noch ungewöhnlich an, obwohl wir es aus Filmen und Computerspielen bereits gewohnt sind.

EVA, der Elektronische Video Assistent in Command & Conquer: Tiberium Wars (beispielhaft):

Dennoch: Eine Sprachsteuerung und eine entsprechende Gegenreaktion der Geräte, eine direkte Sprachkommunikation wird momentan intensiv weiterentwickelt (neben Siri und Google Talk). Diese (Weiterentwicklungen der Sprachsteuerung) werden im Jahr 2025 unser Leben ganz sicher mit beeinflussen. Noch nicht in Hinsicht der einfachen Smalltalk-Gespräche, wie wir sie unter uns Menschen führen. Aber in Hinsicht auf Frage-Antwort-Kommunikationen oder Erinnerungen zu bestimmten Ereignissen – und sei es nur die Erinnerung, den Gelben Sack rauszustellen – werden sich diese Technologien extrem verbessern. Die internetfähigen Geräte werden direkt in Form von Sprache mit uns interagieren.

Das bedeutet auch, dass sich internetfähige Geräte, die keinen Bildschirm benötigen, sich weiter und exponentiell ausbreiten werden. Visuell werden sie sicher mit unseren Smartphones und anderen Geräten (wie Desktop PCs und Datenbrillen) interagieren. Aber stehen wir einmal ohne den visuellen vor anderen internetfähigen Geräten da oder können auf diese einfach situationsbedingt nicht zugreifen, werden diese uns einfache Fragen ebenfalls beantworten können.

Ein einfaches Beispiel wird das Autofahren sein. Im Auto werden wir mit dem Fahrzeug selbst mit dem Internet interagieren können, wie etwa Fragen nach der nächsten Tankstelle bis hin zur Entwicklung der aktuellen Börsencharts unseres Depots stellen können. Die Antwort wird uns in entsprechenden Situationen dann das Auto selbst stellen können. Ohne Video, ohne Bildschirm, nur per Sprachausgabe.

By the way: Nicht umsonst hat Google ein großes Interesse an selbstfahrenden Autos.

Ebenso denkbar wäre dann eine Fusion aus dieser Technik und dem, was Karl Kratz in seinem Vortrag Schöner Ranken genannt hat. Wir werden dem Auto in der Fahrt den Satz sagen: „Ich/wir hat/haben Hunger“. Und schon wird uns das Auto aufgrund meines/unseres Userprofils die entsprechende Ausfahrt nennen, bis wir in relativer Kürze an einem Ort gelangt sind, wo ich/wir – entweder beim MC Schlund oder in einer Sternenküche – essen können.

Auch hier heißt es dann für SEO und SEM, auf entsprechende lokale und userbasierende Ergebnisse noch tiefer zu optimieren und Anzeigen zu schalten.

Kleiner Ausblick auf GPS und weitere lokale Nutzererlebnisse

Google's selbstfahrendes Auto.

Google’s selbstfahrendes Auto. Foto: Saad Faruque / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Per GPS lassen sich in Zukunft aber noch ganz andere Dinge mit dem Internet noch besser verwirklichen. Für Biker und Wanderer im Gebirge wird es beispielsweise aufregend. Sie sehen dann die Landschaft auf festen und frei begehbaren Routen, erhalten Informationen zu diesen und können dann anschließend – mittels exakter Online Werbung – zu den besten Restaurants und Biergärten der Region geführt werden. Theoretisch ließen sich sogar Preiskategorien von Restaurants auf dem Wege via Google Glass beispielsweise durchgeben. In der Hinsicht ist also noch extrem viel Potential im SEM und SEO für ganz lokale Themen gegeben.

Was bedeutet das alles für das Online Marketing der Zukunft?

The best way to predict the future is to create it. Zitat: Abraham Lincoln.

The best way to predict the future is to create it. Zitat: Abraham Lincoln. Foto: Celestine Chua / Flickr (CC-BY 2.0)

Doch nun zur Preisfrage, worauf dieser Artikel ausgerichtet ist. Wie wird sich entsprechend der technischen Entwicklung die Suchmaschinenoptimierung, das Suchmaschinenmarketing, Social Media Optimierung und der gesamte Bereich rund um das Online-Marketing-Feld weiterentwickeln?

  • Barrierefreiheit in Kombination mit HTML5 und Rich Snippets werden Pflicht sein.
  • SEO und SEA geht weg von der Masse, hin zum einzelnen User.
  • Lokale Optimierung wird im SEO deutlich wichtiger.
  • Noch sehr viel intensivere, userorientierte Anzeigen werden im SEA stark zunehmen.
  • Social SEO wird Wirklichkeit werden.
  • Social Marketing richtet sich noch intensiver an die Benutzerprofile der potentiellen Fans.

Gehen wir auf diese Punkte nochmal genauer ein.

Barrierefreiheit unter HTML5 wird oberste Priorität

HTML5 Logo

HTML5 Logo. Quelle: W3C

HTML5 wird jetzt erst nach zig Jahren des Standards HTML4 (Einführung 1997, Erweiterung zu HTML 4.01 in 1999) eingeführt. Ein Ende oder eine Ablöse von HTML5 ist demnach vor 2025 eher unwahrscheinlich. HTML5 und deren Barrierefreiheit sind also in naher Zukunft ein Must-Have aller Websites, die sich nicht nur auf Desktop-PCs beschränken wollen (was beispielsweise die reine Sprachausgabe für nicht-visuelle Geräte inkludiert).

In der Hinsicht ist es sogar fraglich, ob die eingeführten, aktuell geltenen Rich Snippets, überhaupt ausreichen werden. In dem Bereich wird es noch viele Veränderungen geben, um eben das Sucherlebnis für die verschiedenen Geräte noch weiter zu erhöhen. Insbesondere in der Sprachsteuerung und Sprachausgabe wird es noch erhebliche Veränderungen geben. Suchmaschinen und Geräte werden mit Rich Snippets automatische Abfragen erledigen und entsprechende Empfehlungen ausgeben. Denkbar ist auch, dass einige dieser Rich Snippets direkte Rankingfaktoren für die benutzerdefinierte Suche werden könnten, wenn Suchmaschinen klug genug sein werden, gefakte Einsätze von Rich Snippets herausfiltern zu können.

Alles, was sich im Internet mit dem Verkauf von Produkten beschäftigt, wird bis 2025 nicht daran vorbei kommen. Denn Google, Bing, Yahoo und viele weiter Suchmaschinen international werden sich an diesen Standard gewöhnen – und diesen nutzen und ausgeben, in welcher Form auch immer. Das bedeutet insbesondere für die Suchmaschinenoptimierung und für Shops und Werbetreibende, dass sie sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

SEO muss sich „neu erfinden“

SEO Button auf einer Tastatur

SEOPlanter / Flickr (CC-BY 2.0)

Die klassische Suchmaschinenoptimierung hat sich in den vergangenen Jahren bis heute bereits massiv verändert (weg vom Keyword-Stuffing und dem Linkbuilding hin zum Inhalt selbst). Und das wird es auch weiterhin tun.

SEO wird aber auch bis 2025 nicht tot sein. Im Gegenteil: SEO wird sich in der Zukunft massiv verstärken und sich auf die Inhalte fokussieren (müssen, wie beispielsweise einzelne Produkte und Dienstleistungen).

Bestes Beispiel dazu sind die Nicht-Display-Geräte, die mit dem Internet verbunden werden. Wer hier als Shopbetreiber eine reelle Chance haben möchte, muss auf den ersten Platz mit seinem Produkt kommen. Und dabei wird nicht mehr alleine der Inhalt entscheidend sein.

Wichtiger wird in Zukunft sein, wie das User- und sein Suchprofil aussehen wird. Je näher der Suchende mit seinen vergangenen Suchen an meinem Thema und aufgrund seines Budgets an meinen Produkten oder Dienstleistungen dran ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass ich mit meinem Shop auf Platz 1 – also auch bei den nicht-visuellen Geräten – genannt werde.

Das bedeutet im Fazit, dass das klassische SEO für den Desktop-PC zwar noch weiterhin (aber abgeschwächt) Bestand haben wird. Aber eher bedeutet es auch, dass man sein SEO auf langfristige Sicht direkt am User ausrichten sollte.

SEO und Google in der Zukunft

Google und andere Suchmaschinen werden in Zukunft deutliche Fortschritte machen. Es ist fraglich, ob Links im Jahr 2025 dann noch eine Rolle spielen werden. Eine entsprechende Testphase, wie die Suchergebnisseiten ohne den Rankingfaktor Backlink aussehen und einen Mehrwert bieten könnten, unternimmt demnächst die russische Suchmaschine #1, Yandex.

Klassisches Onpage-SEO wird aber sicher noch eine Weile – und auch im Jahr 2025 – eine der wichtigsten Rollen spielen. Nur, welche weiteren Faktoren das dann noch sein werden, welche SEO-Faktoren bis dahin verschwinden und welche neue Kriterien auftauchen werden, steht auch heute noch in den SEO-Sternen. Wichtiger werden bis dato auch Social Signals sein, aber dazu gleich mehr.

Klassische Sachen wie der Title, die Thematik (mit Semantik) und welchen weiterführenden Nutzen die Seite hat (Buchung oder Kauf von Dienstleistungen und Produkten direkt auf der Seite) werden aber sicher nach wie vor voll im Fokus der Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2025 stehen.

Adwords gibt es weiterhin, wird für „normale Anzeigen“ aber richtig teuer

Google TV Ads und Adwords

Foto: BrentDPayne / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Der Markt für bezahlte Anzeigen, wie etwa über Google Adwords, ist schwer vorherzusagen. Dennoch zeigt sich rein aus logischer Sicht eine klare Tendenz ab: Klassische Adwords-Anzeigen werden in Zukunft erheblich teurer, alleine davon, dass es immer mehr Konkurrenten in den einzelnen Themen-Märkten gibt.

Das ist aber nicht alles. Wie wir gesehen haben, werden Anzeigen in Zukunft und je nach Ausgabegerät zunehmend auf den ersten Platz fokussiert. Sprich: Wer den höchsten Betrag zahlt, der landet auch auf Platz 1 und wird so auch auf nicht-visuellen Geräten als auch im Fernsehen ausgegeben.

Was sich definitiv aber bis 2025 verbessern wird ist die Qualität der Zielseite. In Zukunft reicht es nicht mehr aus, den höchsten Betrag pro Klick (CPC) zu zahlen. Auch die Zielseite – also der Shop – muss die entsprechende Qualität der Ware oder Dienstleistung sowie den für den User passenden Preis sicherstellen. Das ist im Interesse der Suchmaschinen, denn sonst verlieren sie die Gunst der Suchenden.

Am Ende bzw. bis 2025 muss also im Online Marketing das Produkt bzw. die Dienstleistung so exakt wie möglich zur Suchanfrage passen. Sonst wird die Anzeige nicht ausgegeben. Da sich aber bis dato viel weitere Konkurrenz gebildet haben dürfte, wird sich der CPC (Cost per Click) deutlich verteuern, wenn man das Thema nicht wechselt (und in eine noch kleinere Nische oder noch lokalere Themen geht).

Social SEO und die Zukunft

Social SEO im Jahr 2012

Bild: JNFerree / Flickr (CC-BY 2.0)

Social SEO ist seit Jahren ein Thema und ich muss sagen, zum jetzigen Zeitpunkt bin ich es leid, darüber zu lesen. Denn momentan und seit mindestens 5 Jahren ist es, bezogen auf SEO, eine Farce. Social spielt momentan für SEO kaum eine direkte Rolle. In anderer Form der regelmäßigen Besuchergenerierung ist Social Media Optimierung natürlich wahnsinnig wichtig für viele Branchen. Aber der direkte Faktor auf SEO ist eben noch nicht gegeben. Und wird es auch nächstes Jahr noch nicht.

Matt Cutts: Facebook und Google kommen normalerweise nicht gut mit einander aus. Wir haben nicht die Möglichkeit, so viele Seiten zu crawlen und wir haben keinen speziellen Feed für „Likes“.

Danny Sullivan: Wobei handelt es sich um die am meisten Überschätzte Sache im SEO-Bereich?

Matt: Kurzfristig Social Data. Längerfristig kann es aber anders aussehen.

– Matt Cutts, SMX Advanced Seattle, Juni 2013 –
Quelle und Übersetzung: → Hanns Kronenberg von Sistrix

Aber: Bis in 12 Jahren (also bis ins Jahr 2025) könnte Social SEO einen Durchbruch erleben. Könnte.

Der Grund der Skepsis ist simpel und basiert nicht nur auf die Aussage von Matt Cutts. Es lässt sich zu leicht manipulieren. Erst wenn sich Facebook, Twitter und (vielleicht irgendwann mal) Gooogle+ durchsetzen werden und sich deren Manipulation auf ein absolutes Minimum reduzieren lässt, dann könnten Website-Empfehlungen via Social Signals oder auch Fanseiten auf den Plattformen wahre Wunder bewirken.

Ich selbst beobachte das mit einem interessierten, aber auch einem getrübten Auge. Im Westen gibt es seit Jahren nichts neues, aber warten wir mal ab, wie sich Social SEO eben noch weiter entwickeln wird…

Weitere Veränderungen der Zukunft

Alles wird vernetzt werden – braucht aber seine Zeit

Der Kühlschrank der Zukunft

Foto: Karen Blaha / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Allgemeine Haushaltsgeräte und sogar Kleidung werden bis 2025 mit dem Internet verbunden sein. Das ist zumindest der Hoffnungsschimmer, dem einen durch Galileo und andere wissensbereichernde Masseninformationssendungen mit Drang zur exzessiven Seriösität geben wollen.

Tatsächlich wird es diese Geräte, sogar auch Kleidung, die mit dem Internet vernetzt sind, in naher Zukunft geben. Alles wird in Zukunft mit allem vernetzt sein. Aber eben irgendwann, und garantiert nicht bis ins Jahr 2025. Nicht flächendeckend beim kleinen Mann.

Hier muss man deutlich bremsen. Science und Fiction liegen häufig sehr nahe beieinander, aber in der sonstigen Realität braucht alles seine Zeit.

Ein einfaches Beispiel gibt die Antwort: Warum sollte ich meinen funktionierenden Kühlschrank auf die Mülldeponie fahren, obwohl dieser noch einwandfrei funktioniert? Oder das Radio wegschmeißen, nur, weil es die absolut neuste und teuerste Technologie noch nicht beherrscht? Wer hat das Geld, sich sowas regelmäßig zu kaufen? Die breite Masse jedenfalls nicht.

Kommen wird die alles vernetze Technologie, aber eben mit der Zeit. Wir können uns dann aber auf folgende Dinge trotzdem freuen (wenn wir unter 50 Jahre alt sind):

Wenn Kühlschränke und Geräte den Einkauf vorbereiten

Kühlschränke der Zukunft, die frühestens ab 2020 zumindest auf dem Markt etabliert sein werden, können den Einkauf einer Person auf seine Bedürfnisse und seine Belange hin „filtern“. Denn der Kühlschrank der Zukunft weiß – wieder und erneut aufgrund des eigenen Verhaltens mit seinen Endgeräten – was der Besitzer des Kühlschranks mag, und was eben nicht. Dennoch wird auch dieser nicht von alleine einkaufen und schon gar nicht ohne Einflussnahme des Besitzers. Denn dieser will die Kontrolle behalten.

Trotzdem: Eine Art Einkaufsliste wird der Kühlschrank der Zukunft, vielleicht auch in Kombination mit anderen Geräten wie Google Glass, machen. Und diese werden dann unterwegs direkt aufs Auge projiziert werden.

Lieferungen per Drohnenpost erhalten

Quadcopter: DJI Phantom 2 Vision

Quadcopter: DJI Phantom 2 Vision (Eigenes Bild)

Auch hochgelobte Services wie etwa Bringdienste (was wir heute verstehen unter „Brötchen-beim-Bäcker-bestellen-und-diese-kommen-dann-per-Lieferbote“) werden sich auch bis 2025 noch bei weitem nicht durchgesetzt haben. Der Mensch möchte entscheiden, was er einkauft, insbesondere bei Lebensmittel. Das betrifft auch die Generation Internet. Ich will als SEO Manager meine täglichen Waren und vor allem Lebensmittel einkaufen, wie ich sie live vor Ort und zum Anfassen sehe, und nicht, wie ich sie im Internet sehe, wie sie möglicherweise aussehen.

Es könnte jedoch Ausnahmen geben, wie beispielsweise der Wunsch Amazons, Lieferungen von Waren per Drohnen auszufliegen. Und tatsächlich, diese Technologie befindet sich quasi im fertigen Stadium und bedarf nur noch gesetzlicher Lockerungen im Flugverkehr. Das könnte sich bis 2025 tatsächlich sehr gut etablieren, wobei dann festgesetzte Drohnenstationen (wie etwa heutigen Packstationen) deutlich realistischer sind als die Lieferung bis vor die Haustüre.

Intelligente Kleidung kann Leben retten

Internetfähige Kleidung

Foto: Blogging Dagger / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

Ein interessanter Punkt in naher Zukunft wird intelligente Kleidung einnehmen. Und das wird ein Vorteil für die gesamte Menschheit sein. Es ist die intelligente Kleidung, welche beispielsweise den Herzschlag regelmäßig prüft und bei Problemen automatisch den Arzt ruft. Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen, könnte aber in relativ naher Zukunft das ein oder andere Leben retten, beispielsweise bei Herzattacken.

Die Probleme des Internets der Zukunft

EU Datenschutz-Protest vor dem Innenministerium

EU Datenschutz-Protest vor dem Innenministerium. Foto: digitalcourage / Flickr (CC-BY-SA 2.0)

All diese zukünftigen Technologien im und mit dem Internet – insbesondere in Kombination mit Suchmaschinen – geben uns enorme Möglichkeiten, als menschliche Zivilisation noch weiter zu expandieren. Gleichzeitig setzt es uns aber auch großen Risiken aus und macht uns noch abhängiger von der Technik, als wir es heute schon genug sind. Insbesondere von der Privatsphäre werden wir uns in den nächsten Jahren verabschieden müssen.

Privatsphäre ade

Das Internet im Jahr 2025 wird überall und allgegenwärtig sein. Gleichzeitig ist das Internet aber nahezu unsichtbar und zeigt sich nur, wenn wir es selbst „aufrufen“. Das bietet für das Online Marketing ideale Voraussetzungen für detaillierte und benutzerdefinierte Analysen. Und das werden wir auch sicher in Anspruch nehmen, sobald wir die Möglichkeiten haben. Es ist im Prinzip nur eine Frage der Zeit, wann die entsprechenden Datenschutzgesetze in ganz Europa aufgelockert werden.

Im Jahr 2025 ist die Privatsphäre dann quasi aufgehoben. Es gibt sie nicht mehr, zumindest bei weitem nicht in der heutigen Form. Jene Generationen, welche ganz ohne ausgekommen sind, existieren dann aus biologischen oder Konsumgründen nicht mehr. Andere, dato sehr alte Generationen nutzen zumindest in ihrem Verständnis die Technologien von heute. Es wird im Jahr 2025 nahezu 0% der Europäischen Bevölkerung geben, die kein Internet in irgendeiner Weise nutzt.

Damit ist auch die Privatsphäre in der Europäischen Union abgeschafft. Und die EU braucht es dazu nicht einmal und sie kann nichts dagegen tun.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Wozu auch? Im Jahr 2025 wissen wir über dich haargenau bescheid, über das was du tust, darüber, was du einkaufst, was dir gefällt, was dir nicht gefällt, usw.. Theoretisch wissen wir auch – bei datenschutz-unsachtgemäßer Benutzung – Bescheid, wie lang DEINER ist oder wie du es gerne haben möchtest. Und selbst ohne Datenbrille, iWatch, intelligentem Kühlschrank usw. weiß man ziemlich schnell, „was du kannst„… Und Firmen könnten auch auf alle diese Informationen reagieren.

Diese werden weniger in der Form antworten, „was du in dem Bereich nicht kannst oder von Haus aus mit bringst„, aber sie werden definitiv reagieren – und eben reagieren KÖNNEN, aufgrund von Daten, die du schon heute im Netz hinterlässt.

Nein, ganz im Ernst: Im Jahr 2025 ist die Privatsphäre nur noch eine reine Farce. Ein paar Fossilien unserer Zeit (vielleicht in der CDU, weil #Neuland) werden sich noch daran klammern, aber sie wird de facto abgeschafft sein. Was man in seinen privaten Gemächern macht bleibt ein Geheimnis, aber alles, was öffentliche Teilnahme erfordert, ist dann für die Ewigkeit gespeichert.

Strom- und Internetkosten werden – trotz energiearmer Geräte – immer teurer

Hochspannungsmast

Hochspannungsmast. Foto: Pascal Horn / nBlogs

Viele Geräte, die auch heute schon auf dem Markt sind, aber auch in naher Zukunft, werden mit dem Ziel der Energiesparsamkeit entwickelt. Trotzdem nehmen diese Geräte in Zukunft massiv zu. Im Gesamten wird das weltweite Datenvolumen nicht nur exponentiell rasend schnell zunehmen, sondern sich noch um ein vielfaches erhöhen.

Das benötigt natürlich elektrische Ressourcen. Selbst wenn wir die (völlig unzureichende) Entwicklung im Ausbau des alternativen Energie-Rohstoffnetzes darin berücksichtigen, ist das in Zukunft kaum mit der Energiewende in Deutschland zu schaffen.

Das bedeutet, der Strom wird teurer. Genauso die Übertragung der Massen an Informationen über das Internet.

Immerhin – und zumindest theoretisch – könnten so alternative Energiequellen für Strom, der auch für das Internet gebraucht wird, über den teureren Preis weiter ausgebaut werden. Am Ende wird aber vieles von dem in den Taschen der Großkonzerne landen, wenn wir nicht selbst reagieren. Dezentralisierte Energieressourcen müssen dringend ausgebaut werden, um dem entgegenzuwirken.

EMP – und was dann?

Ein Elektromagnetischer Impuls-Generator (EMP-Generator) und wie er funktioniert:

Der schlimmste anzunehmende Unfall für eine absolut vernetze Zivilisation (Super-GAU des Internets) wäre ein militärischer Anschlag mittels einer Atombombe, die oberhalb der Atmosphäre gezündet würde (was einen Elektromagnetischen Impuls (Electro-Magnetic Impulse, kurz EMP) auslösen würde). Einzelheiten der Physik will ich mit einem Verweis in die → Wikipedia zum EMP ersparen, aber alle Schaltkreise in jedem Computer (auch Datenbrillen, Fernseher und Uhren) wären durch diesen militärischen Akt betroffen. Wir würden quasi ins 20. Jahrhundert zurückgebombt werden.

Diesen EMP kann übrigens auch unsere Sonne erzeugen. Ein natürlicher, hier völlig unkalkulierbarer Faktor. Das bedeutet, wir wären extrem von der Elektronik abhängig, welche die Sonne selbst oder künstlich durch einen atomaren Erstschlag provoziert durchgeführt werden könnte.

Oder noch kürzer: Wenn der Strom ausfällt, ist Feierabend.

Von dem her müssen wir uns genau überlegen, ob wir diese (alleinige) Richtung gehen wollen oder nicht.

Fazit: Die Zukunft des Online Marketings mit SEO und SEA hat viel zu tun

Im Fazit kann man sagen, das Internet wird immer lebendiger und die Faktoren werden sich deutlich weg von der Massen(be)werbung (SEO und SEA für globale Sachen, wie etwa nach Keywords oder Themengebiete) hin zur benutzerdefinierten Suche und Ausgabe bewegen.

Zukünftig wird es nicht mehr reichen, eine Website zu haben, diese mit hochqualitativen Content zu füllen, Ressourcen und Empfehlungen im Netz (Link-, Trust- und Socialbuilding) aufzubauen und einfache Keywords im Search Engine Advertisement zu buchen. Das Internet wird sich deutlich verändern und benutzerdefinierter werden.

Fazit zu SEO im Jahr 2025

SEO wird im Jahr 2025 nicht tot sein. Es wird nur ganz andere, neue Wege bestreiten müssen und weg von der Masse, hin zum interessierten User gehen müssen. In Zukunft wird es wichtiger sein, zu Begriffen mit lokalem Bezug zu ranken, und zwar möglichst auf Platz 1 und nicht einfach in den Top 10, denn der Platz 1 wird auf nicht-visuellen Geräten oder eingeengten Bildschirmen wie Google Glass deutlich häufiger ausgegeben werden. Der Algorithmus von Google und anderen Suchmaschinen wird sich ebenfalls deutlich personenbezogener und lokaler verhalten. Und die Verwendung von barrierefreien Websites mit Rich Snippets wird bis 2025 in ihrer Effektivität für SEO noch zunehmen. Social SEO könnte dann endlich Wirklichkeit werden und ein direkter Rankingfaktor werden, aber auch ein indirekter Faktor für alle Freunde und (aller bis dato etablierten Social Plattformen).

Fazit für SEA im Jahr 2025

Damit SEA im Jahr 2025 funktioniert unter Berücksichtigung der weiteren Expansion in den einzelnen Märkten werden klassische Anzeigen teurer. Deutlich teurer. Gleichzeitig wird sich das Feld auch hier verbreitern, in Form von noch sehr viel benutzerdefinierteren Anzeigen, als wir sie heute schon kennen. Möglicherweise wird sich Adwords auch in ganz andere Medien, wie dem klassischen Fernsehen, weiter ausbreiten. Intelligente Werbung in Videos wird – wenn vom aktuellen Zuschauer gewollt – sehr interessant werden.

4 Meinungen

    1. Hallo ich,

      dass sich das Online Marketing bis ins Jahr 2015 an den technischen Sachen ausgerichtet hat, finde ich jetzt sehr optimistisch…

      Bis 2020 dürfte fast alles irgendwie Realität sein, aber das ist nicht die Frage gewesen, die ich beantworten wollte. Mein Punkt war festzustellen, was sich bis 2025 alles in der Masse etabliert haben könnte. Kleiner Unterschied. 😉

      Trotzdem thanks.

  1. Klasse Artikel Pascal, aber den Ausblick den du in diesem Artikel gewährst würde ich persönlich auch nicht 2025 sehen, allerdings auch nicht 2015 ;o) Sondern so etwa in der Mitte, wie du es schon in deinem Kommentar beschreibts. Da bisherige Ausblicke, verbunden mit indirekten Wünschen bezüglich einzelner Bereiche, meistens gezeigt haben das diese zu optimistisch waren, würde ich dieses Szenario so in etwa 4-6 Jahren sehen.

    Auf jeden Fall bleibt festzuhalten, dass wir uns aktuell in einer sehr spannenden und interessanten Phase der Entwicklung befinden und das erhöht die Vorfreude auf die Zukunft ;o)

    1. Hallo Heiko,

      Danke vorab. Ich persönlich würde mir die schnelle Umsetzung in allen dieser Bereiche durchaus wünschen – auf rein SEO-technischer Ebene (und auch auf meiner eigenen persönlichen Ebene). Diese Vorfreude teilen wir uns schon mal. 😉

      Aber eins wird klar sein: Es wird in Bezug des Online Marketings und dem SEO in unserer Zukunft doch sehr spannend werden in (relativ) „naher Zukunft“. ^^

      Schöne Grüße

      Pascal

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