SEObreak Show #14: Die Zukunft von Online Marketing (feat. Marco Janck)

Heute das große Thema zur Zukunft des Online Marketings, weswegen wir mit Marco Janck als Gast auch über 100 Minuten eine hervorragende Austauschrunde hatten. Viel Spaß beim reinhören.

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Zu Gast: Marco Janck von Sumago

Marco Janck von Sumago

Marco Janck von Sumago

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Thema SEO: Die Zukunft von SEO und Online Marketing im Allgemeinen

Vor ca. 2 1/2 Wochen habe ich einige SEOs und die Community im Gesamten gefragt: Hey, wie seht ihr SOE und/oder Online Marketing in den nächsten Jahren? Und ich muss sagen: Sehr sehr coolerweise haben ein paar SEOs mitgemacht und mir Antworten geschrieben. Die Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten:

John Mueller

John Mueller gezeichnet

John Mueller gezeichnet

Hi Pascal! Gute Frage :). Interessant waere auch ein Rueckblick 1, 2, 5, 10 Jahre — SEO gab es damals ja auch schon. Ich ueberlege noch ein bisschen.

(John hat leider keine zweite überlegte Antwort gegeben. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. 😉 )


Martin Mißfeldt

Martin Mißfeldt

Martin Mißfeldt
www.tagseoblog.de

Ja, immer wieder interessante Frage. Meine Meinung: Seo entwickelt sich immer weiter weg von dem, was es mal war. Nicht mehr die Suchmaschine selber steht im Zentrum der Überlegungen, sondern der User. Weil der Google-Algo einfach immer besser die tatsächliche Intention von echten Menschen abbilden kann.

Bei mir steht schon lange im Fokus: wie vermittel ich Inhalte am adäquatesten für die Zielgruppe? Nicht mehr und nicht weniger. Diese Frage ist allerdings nicht nur redaktionell zu sehen, sondern auch gestalterisch, grafisch, technisch, etc.

Das einzige, was noch aus alten Zeiten stammt, sind diese elenden Backlinks. Nach wie vor sind Backlinks enorm wichtig für das Ranking – ich beobachte das immer wieder. Heute sogar mehr als noch vor ein paar Monaten. Meine Methode dabei ist: so viele gute Inhalte wie möglich raushauen, weil im Schnitt jeder 10. oder 12. Artikel auch tatsächlich relevante Backlinks erzeugt. Aus Sicht meiner Projekte reicht das soweit.

Es wird sich außerdem die Frage stellen: welche Inhalte gibt es denn noch gar nicht im Web? Wenn man solche finden kann, um so besser. In der Mehrzahl der Fälle hat man es aber damit zu tun, dass es bereits einige oder sogar viele andere Seiten gibt, die exakt das gleiche anbieten wie ich selber. Und in dem Fall heißt es dann wieder: besser sein! Und besser sein bedeutet: Vorhandene Inhalte einfach besser aufbereiten und vermitteln. Und zwar nicht nur den Text, sondern das Gesamtpaket.

Seo wird in ein paar Jahren auch als „optimale Art der Wissensvermittlung“ bezeichnet werden.


Jonas Kammerer

Jonas Kammerer

Jonas Kammerer

In der Suchmaschine der Zukunft werden die Suchergebnisse noch mehr auf den Nutzer zugeschnitten. Die Suchmaschine lässt soziale Faktoren und Verbindungen mit einfließen. Dabei meine ich nicht nur, dass wenn Website X oft in den sozialen Netzwerken erwähnt und geliket wird, dass sie dann auch besser positioniert wird – nein, die Suchmaschine weiß mit wem wir befreundet sind, was wir mögen und wie wir uns im Alltag verhalten. Suchen wir zum Beispiel in der Zukunft nach einem Restaurant oder Hotel, dann berechnet der Suchanbieter neben dem Ort (was heute ja schon geschieht) auch verstärkt unser Nutzerprofil mit ein. Passt das Suchergebnis zum Einkommen des Suchenden? (Das Einkommen lässt sich durch noch häufigere Online-Bezahlung im Supermarkt und co noch genauer ermitteln). Passt das Hotel zum aktuellen Beziehungsstatus? Haben schon Freunde oder Personen, für die ich mich interessiere, das Lokal öfters besucht?

Es wird eventuell neue Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Plattformen oder sonstige Formen geben, wie wir an Informationen kommen und diese für uns verwenden. In Zeiten, in denen diese Informationen jedoch immer mehr werden, ist ein Algorithmus notwendig, um eine solche Informationsflut zu verhindern. Bedeutet: Wo ein Algorithmus, da auch eine Möglichkeit seine eigene Inhalte zu optimieren.

Betrachtet man jedoch das Feldschema der Massenkommunikation nach Maletzke, so spielt der Zwang des Mediums bzw. der gegebene mediale Rahmen eine große Rolle. So kann der Betreiber einer Suchmaschine oder eines sozialen Netzwerkes bestimmen was relevant und was weniger wichtig ist.


Yannick Lotz (in der SEO Smalltalk Gruppe auf Facebook)

Na gut, ich werfe mal meine 2 Cents in den Raum:

Ich denke, dass sich die Suchmaschinennutzung weg von einer zentralen Suchmaschine hin zu diversen „Nischen“-Suchmaschinen entwickeln wird.
Karl Kratz hat in diese Richtung bereits argumentiert, dass Google im Prinzip immer mehr zu einer Suchmaschine für Suchmaschinen wird und Leute sich davon bewusst abwenden. Ich brauche nicht nach einem Produkt zu googlen um danach ein Amazon-Suchergebnis anzuklicken, wenn ich auch direkt bei Amazon suchen kann.
Dadurch wird die Bedeutung von SEO allerdings nicht abnehmen, sondern sich schlichtweg stark diversifizieren. Aktuell konzentriert sich der Großteil der Branche noch auf den Google-Traffic, ich denke aber, dass sich das ändern werden muss. Wer e-Commerce betreibt muss bei Amazon und eBay eine Rolle spielen, wer Reisen vertreibt muss bei Expedia gefunden werden etc.
Das ist zwar auch schon heute so, allerdings wird sich das mit der zunehmenden Mobilisierung der Technologie weiter in diese Richtung entwickeln, denke ich. Apps werden konsultiert und auch z.B. SEO von Siri und vergleichbaren Sprachdiensten werden immer relevanter.
Es ist und bleibt ein spannendes Feld welches sich dynamischer entwickelt, als manche es vielleicht glauben.

Frank Katzer (in der SEO Smalltalk Gruppe auf Facebook)

Ich denke, dass SEO immer unwichtiger wird und dass Google mittels KI immer mehr selbst zu verstehen versucht.

SEO wird sich aufs Auszeichnen von Informationen zur besseren Interpretation beschränken.

Olaf Hoprich (in der SEO Smalltalk Gruppe auf Facebook)

Ja ist so und da kommt noch ganz viel mehr. Aber liebe Freunde wissen das auch die User? Beispiel gefällig. Bankmitarbeiteren fragt Neukunden warum er hier ist. Er sagt Ihr das die Filialen der Berliner Bank geschlossen werden. Sie reagiert erstaunt und fragt warum? Das sowas Bankmitarbeiter nicht mitbekommen und genauso wenig von Fintechs wissen. Zeigt einfach nur wir arbeiten in der Zukunft und ein großteil ist noch in der Vergangenheit.

Zur Frage in der Facebook-Gruppe „SEO Smalltalk“: https://www.facebook.com/groups/194013244074461/permalink/729933800482400/

 

Das war jetzt sehr intensiv und sehr cooler neuer Input. Gerade richtig zum Wochenende, dass man etwas entspannen und darüber nachdenken kann. Wir wünschen euch auf jeden Fall ein schönes und bis nächstes Mal. 🙂

Podcast-Intro und -Outtro: „Twisted Minds“ by Accelerated Ideas

Eine Meinung zu “SEObreak Show #14: Die Zukunft von Online Marketing (feat. Marco Janck)

  1. Avatar for Pascal Horn

    Bin gerade ca. bei 1:10
    Marco spricht über das Pendel. Ja, das ist auch mein Bauchgefühl.

    Ansonsten ein sehr spannendes Podcast, auch für jemanden der nicht so wahnsinnig in der Materie steckt.

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