Twitter für alternative Medien – Tweeten und verknüpfen

Der erste Teil des Tutorialsbereichs um Twitter (→ Link) beschäftigte sich hauptsächlich damit, ein eigenes Twitter-Konto einzurichten und die Einstellungen anzupassen. Nun wollen wir mal sehen, wie wir Twitter für uns Online Redakteure richtig einsetzen können und wie wir eigene Tweets, Replys oder Hashtags zur Verknüpfung von Themen verwenden können. Also, auf zum zweiten Teil.

Twitter muss richtig genutzt werden

Da jeder Tweet auf 140 Zeichen beschränkt ist gilt es, in möglichst wenig Worten so viele Informationen wie möglich unterzubringen – inklusive der URL zum jeweiligen Artikel.

Es gilt also Zeichen möglichst einzusparen. Nicht einfach, wenn wir dann noch eine Verlinkung zu einem unserer Artikel herstellen möchten, denn jedes Zeichen in der URL benötigt Platz.

Um also möglichst an Zeichen zu sparen, sollte man – wenn man einen Artikel von seiner Nachrichtenplattform verlinken möchte – die URL mit einem URL-Shortener kürzen, und zwar für jeden in einem Tweet enthaltenen Link. Dank bit.ly oder goo.gl können so lange URLs in kurze Weiterleitungs-URLs gefasst werden. So spart man jede Menge Zeichen ein, die für einen ordentlichen Tweet besser zum Einsatz kommen können.

Es gibt bei Twitter jedoch noch viele weitere Funktionen, die man seinem Tweet beigeben kann. So kann man automatisch Vereine, Firmen, Ämter, Orte, Personen oder Themen mit seinem Tweet verknüpfen, die wiederum eine Information über diesen Tweet weitergeben. Dieses „Twitter-Waffenarsenal“ ist mit wenigen Tastaturschlägen eingebaut und sieht wie folgt aus:

@ – Reply

Diese Funktion wird genutzt, um öffentlich einen Twitter-Nutzer zu erwähnen. Dabei muss das @-Symbol direkt vor den Nutzernamen geschrieben werden. Beispiel:

Vielen Dank an @nBlogsDE für die Erstellung des Twitter-Konzeptes.

Der Adressat bekommt im Anschluss eine Nachricht, dass er in diesem Tweet erwähnt wurde und kann darauf antworten.

RT – Der Retweet

Um den Tweet eines anderen Nutzers weiterzuleiten, muss man „RT @“ vor den Nutzernamen schreiben und den jeweiligen Text kopieren. In der Praxis sieht dies wie folgt aus:

RT @nBlogs Tutorial für Stadtmagazine, regionale Blogs und alternative Medien.

Zur Weiterleitung kann natürlich auch ein Kommentar hinzugefügt werden, sofern es die Anzahl der Zeichen zulässt. Beispiel:

Gutes Tutorial RT @nBlogs Tutorial für Stadtmagazine, regionale Blogs und alternative Medien.

# – Der Hashtag

Der sogenannte Hashtag fungiert als Sammelsurium an Themen, als Themensammlung. Wenn andere Nutzer über etwas sprechen und ebenfalls Hashtags verwenden, können auch diese Leute erreicht werden.

Ein gutes Beispiel für eine Nachrichtenplattform könnte der Hashtag #skispringen sein:

Der Sprung von Andi Goldberger war wirklich weltklasse, oder? #skispringen

Hashtags haben außerdem den Vorteil, dass man sie willkürlich setzen und nennen kann. Wenn die User darauf eingehen und den Hashtag ebenfalls einsetzen, verbreitet sich die Meldung verhältnismäßig exponential.

Außerdem lassen sich mittels der Suchfunktion bei Twitter mit den selbsterstellten Hashtags Miniaturanalysen fahren.

DM – Eine Direct Message

Um eine nicht öffentliche Nachricht zu übermitteln, kann man Meldungen an den User direkt senden.

Entweder macht man dies im Profil unter „Direct Message“ oder man platziert ein „d“ vor den Namen des gewünschten Empfängers. Dabei sollte allerdings kein Leerzeichen verwendet werden.

Grundlegende Tipps zum Inhalt eines Tweets

Einer der grundlegendsten Tipps für Twitter ist, immer andere Inhalte als für Facebook und Google+ anzubieten und es somit als eigenständigen Social Media Kanal zu nutzen. Denn niemand wird Follower, wenn er auf Twitter nur die gleichen Infos wie auf Facebook oder Google+ erhält.

Zweitens: Twitter schläft als soziales Netzwerk nie. Es ist hier wichtig, regelmäßig neben allgemeinen Nachrichten inklusive Verlinkung zum Artikel auch über allgemeine Sachen, Meinungen oder sogar fremde Infos bzw. Inhalte zu informieren. Die eigene Meinung kann hier stark genutzt werden – ob bezugnehmend zu einem aktuellen Artikel oder einfach nur zur Wetterlage. Als grobe Faustregel gilt, zwei Nachrichten zu verbreiten und dazu einen allgemeinen Tweet zu posten. Auch verlinkte Bilder machen sich immer gut.

Es ist also Spontanität an den Tag zu legen.

Was man definitiv als alternatives Medium tun sollte

  • Täglich Beiträge veröffentlichen, um die bei Laune zu halten.
  • Interesse gewinnen durch abwechslungsreiche Inhalte.
  • Personen, Orte, Unternehmen und sogar die Konkurrenz über die gesprochen wird durch „@“ verlinken.
  • Beiträge zu bestimmten Themen mit dem so genannten „Hashtag“ (#) versehen.
  • Eigenen Hashtag ins Leben rufen, um Präsenz zu zeigen und die eigene Identität im Netzwerk zu verbreiten (z. B. #nBlogs).

Twitter-Account und Tweets pflegen

Content is King – das ist nicht nur eine zwingende Aussage für das Einstellen von Nachrichten auf der Nachrichtenplattform selbst. Entsprechend sollten neue Beiträge in regelmäßigen Abständen und speziell für Twitter erstellt getweetet werden.

Hier noch ein paar Ideen:

  • Was passiert gerade – z.B. in der Umgebung oder in der Redaktion?
    Interne Meldungen aus dem Redaktionsalltag oder Hinweise aus der Umgebung und dem täglichen Geschehen veröffentlichen. Also auch bei kleinen Ärgernissen oder glücklichen Momenten tweeten.
  • Interessante und relevante Meldungen von externen Quellen verlinken
    z. B. News auf der Homepage eines Konkurrenten bzw. eines Vereins, einer Behörde und Co. / neues YouTube-Video aus bzw. für die Umgebung, etc.
  • Allgemeine Informationen zu deiner Seite veröffentlichen
    zum Beispiel über neue Funktionen, neuen Nachrichtenquellen oder Danksagungen für öffentliche Personen.
  • Weitere Informationen zur Region publizieren
    wie etwa die aktuellen Veranstaltungen in der Umgebung, den Wetterverhältnissen, etc.
  • Events und Veranstaltungen aus der näheren Umgebung bewerben.
  • Twitter als Liveticker für Veranstaltungen benutzen
    z. B. bei einer Abendgala in der örtlichen Aula oder einem Sportevent vor Ort. Informiert eure Follower am laufenden Band.
  • Stellenangebote veröffentlichen und zur Stellenausschreibung auf der Webseite verlinken. Kann man unter anderem auch nutzen, um kostenfreie, aber engagierte „Mitblogger“ zu finden.

Das waren erst einmal die Tipps zur Verwendung von Twitter für Online Redakteure und alternative Medien. Jetzt kommt der dritte große Social Media Dienst – Google+. Also, worauf noch warten? Auf gehts. 😉

Zurück: Twitter für Redakteure, Stadtmagazine und alternative Medien Übersicht Weiter: Google+ für Online Redakteure, alternative Medien und Stadtmagazine