Vortrag: Die Kundensicht aus der 4. Dimension (Video)

Über den Tellerrand hinausschauen. Die Online-Marketing-Brille mal absetzen. Fragen stellen, wie etwa: Was ist dem Kunde wirklich wichtig? Was will der Kunde erreichen? In diesem Vortrag habe ich aufgezeichnet, wie die mathematische Geografie uns dabei hilft, aus unserem Hamsterrad herauszutreten um einmal zu betrachten, wobei es wirklich geht.

Eigentlich bin ich nicht der große Freund vom Schachtel- oder Schubladendenken. Umso überraschter bin ich gerade von mir selbst, dass ich dieses Konstrukt für eines meiner letzten Vorträge selbst verwendet habe. Aber das hat auch seinen tieferen Grund.

Wichtig: Bevor du hier weitere Zeilen liest, solltest du dir den Vortrag anschauen. Denn darauf baut der Rest des Artikels auf. Und du willst ja auch kein 2D-, sondern ein höherdimensionales Objekt erkennen, oder? 😉

In diesem Artikel möchte ich auf den Vortrag noch näher eingehen und auch ein paar Ergänzungen machen. Los geht es also mit:

Verändere jedes Wort einer Dimensionsbeschreibung

Wichtig: In diesem Vortrag wird nur auf die Kundenperspektive aus Sicht einer Online Marketing Agentur eingegangen. Theoretisch kannst du aber dieses Konstrukt der Dimensionen auf alle, wirklich alle dir einfallenden Beispiele anwenden. Selbst im Privaten, selbst in der Politik. Verändere nur ein Wort des Konstrukts und stelle dir einfach Fragen.

Frage dich immer:

  • Was tue ich gerade?
  • Warum tue ich gerade das, was ich gerade tue?
  • Gehe dann in eine höhere Perspektive.
  • Stelle dir selbst dabei Fragen. Auch eben Fragen in der höheren Perspektive.
    • Welchen Vorteil hat meine Arbeit hier?
    • Für wen nützt es etwas?
    • Kann ich es in dieser Ebene besser machen?
    • Oder kann ich mit meiner Arbeit eine andere Perspektive, eine andere Würfelansicht, besser gestalten?
  • Kann ich mit meiner Arbeit das Gesamtziel von höheren Ebenen unterstützen?

Denn genau das ist der Punkt dieses Videos und Vortrags gewesen:

Steig aus deinem Hamsterrad aus und beobachte dich mal selbst

Viel zu oft, viel zu häufig, manchmal permanent, haben wir Online Marketer, die Techniker, die Webdesigner ihre eigene Brille auf und verpassen dabei das, was gerade wirklich statt findet. Nicht nur in der Situation des Gesamtmarkts. Sie verlieren in ihrem Alltag auch die Sicht des Kunden.

Was ist dem Kunden denn eigentlich wichtig? Warum ist der Kunde zu uns gekommen? Welche Kerneigenschaften machen den Kunden aus? Und was ist eigentlich das Ziel des Kunden?

Das wird leider zu häufig ausgeblendet und nicht weiter berücksichtigt. Aus reiner Gewohnheit, weil man ja schon immer so gearbeitet hat oder weil man einmal was gehört, und es dann für eine unumstößliche Wahrheit festgestellt hat.

Der Punkt ist:

  • Breche aus gewohnten Prozessen aus.
  • Mache mal was anderes.
  • Entdecke neues
  • Und du wirst feststellen: Was du jetzt gerade für einen Kunden machst, ist häufig nicht das, was du für dein eigenes Projekt tun würdest.

Erweiterte Fragen stellen sich also:

  • Warum tust du das weiterhin?
  • Wenn es keinen Sinn hat, was ist der Ausweg?
  • Gibt es bessere Methoden, die man anwenden könnte?

Warum das SchachtelSystem?

Wie gesagt, ich bin kein Freund von Schachtel- oder Schubladendenken. Meine Denke geht mehr in die Richtung der Tags.

Dennoch fand ich es wichtig, dieses Prinzip hier anzuwenden, weil ich die Vermutung habe, dass der Großteil (gefühlte >85%) der Menschen damit

  1. leichter zurecht kommt
  2. leichter erreichbar sind, weil sie keine andere „Denke“ kennen
  3. nichts anderes kennen, als das Schubladendenken.

Abgesehen davon liebe ich den mathematischen Vortrag von → ♥ Matt Parker.

Emotionen vs. Realität

Selbst im Vortrag vor ca. 20 Leuten habe ich gemerkt, dass sich manche direkt angesprochen gefühlt haben und andere nicht. Jene, die ich erreichen wollte, waren aber genau die Personen, die sich nicht angesprochen fühlten.

Die, die sich das aktiv angesehen haben und jene, die sich aktiv angesprochen fühlten, waren also nicht gemeint. Denn sie befinden sich in den meisten Fällen bereits auf der höheren Ebene und können die Punkte kinderleicht berücksichtigen, weil sie es bereits im Agentur-Alltag tun.

Weitere Gründe und Details:

Wofür wolltest du diesen Vortrag mit diesem Thema machen?

Ich wollte die Leute sensibilisieren für das, was dem Kunden tatsächlich am Wichtigsten ist. Das ist der Umsatz (im Video von meiner Seite fehlerhaft „Gewinn“ genannt).

Online Marketing ist für den Kunden auch das Design der Website, auch die Technologie dahinter. Er versteht es nicht anders, weil er es auch nicht kann und auch nicht muss. Alles, was mit der Website und dem Online Marketing im Gesamten zu tun hat, ist für ihn Werbung. Aber da ist es nicht sein Primärziel, der Beste zu sein. Der Kunde will den besten Umsatz am Ende des Tages haben. Wenn er den nicht erreicht, wird er kündigen. Wenn er den erreicht oder wenn die Erwartungen übertroffen werden, wird er finanzieren. Aber am Ende des Tages bleibt auch eine Website mit allen Maßnahmen ein Werbeaufwand. Und das Ziel liegt eigentlich auf Umsatz, nicht auf Werbung.

Und teilweise mit Erschrecken muss ich regelmäßig feststellen, was SEO für Nicht-SEOs bedeutet. Im Prinzip und im übertragenen Sinne ist es wie eine Art Hundekothaufen, den man mit Gold besprühen will. Dann sieht der Haufen gut aus, aber im Kern befindet sich halt immer noch Scheiße. Aus dieser Mentalität kann ich aber Nicht-SEOs am Effektivsten raus bringen, wenn sie sich mit mir und meiner Arbeit beschäftigen. Indem sie ihre eigene Dimension verlassen, in eine höhere Dimension mit mir gehen und dann meine Perspektive in meiner kleineren Welt betrachten.


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